Eröffnungsfallen  

   
Dezember 2018
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SK Krumbach  -  SF Wehringen  2,5 : 1,5

Mit einem durchaus mühsamen 2,5 : 1,5 Erfolg gegen die Schachfreunde aus Wehringen am 8. Dezember erreichte der SK Krumbach das Endspiel um den mittelschwäbischen Mannschaftspokal.  Johann Fischer konnte relativ schnell mit einem klaren Sieg auf 1:0 stellen. Die Partien an den Brettern 1 bis 3 mit Ulrich Link, Josef Gulde und Michael Dietmair endeten danach durchweg mit einem Remis. Im Finale spielt der SK Krumbach dann am 23.03.2019 auswärts beim Schachklub Buchloe.

 

(Fotos:   Franz Wildegger, SF Wehringen)     

             


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

B-Klasse 2. Runde in Krumbach

 

Die Begegnung war das Aufeinandertreffen der 0:4 – „Loser“ aus der 1. Runde.

Nachdem die Gastmannschaft als reine Jugendtruppe zu erwarten war, wollten wir eigentlich ebenfalls nur mit Jugendlichen antreten. Dies ging dann aber doch nicht, weil Wolfram Lobermeier zuvor bereits in der Zweiten eingesetzt war (übrigens sehr erfolgreich!) und die noch Jüngeren aus dem Aufgebot am Spieltag in der U 12 – Schwäbische MM zu kämpfen hatten.

Sämtliche Eröffnungen wurden ganz gut behandelt. Herauszuheben ist, dass Benjamin als Nachziehender im „Spanier“ den von Weiß forcierten Abtausch im vierten Zug nicht mit dem b-Bauern, sondern dem d-Bauern nach c 6 vollzog.

An den Brettern 3 und 4 leisteten sich dann unsere Gegenüber im jeweils 6. Zug die ersten kleineren bis größeren Fehler. Hätte Lena Benjamin´s Mattdrohung durch Zurücknahme des zuvor „bauernfressenden“ Springers abgewehrt, wäre nach Damenabtausch eine wohl neutrale Partie entstanden. So aber kam Benjamin schon bald zu einem Figurengewinn. Im weiteren Verlauf wollte er ein schnelles Matt erzwingen und vergaß dabei zunächst, den gefährlichen Bauern auf f6 zu eliminieren. Zu seinem Glück fand die junge Dame dann aber nicht die besten Gegenzüge, so dass Benjamin zu einem fulminanten Angriff starten konnte, der bald zum Matt und damit zum 1:0 für uns führte !

Max machte keine Fehler, sondern überließ diese seinem Gegenüber. Sehr beeindruckend war sein Bauernzug mit Weiß auf d6, mit dem er die Springerstellung auf c7 festigte und dabei einen Qualitätsgewinn verschmähte. Der Gewinn der gegnerischen Dame ergab sich schier im Nebeneffekt. Sehenswert dann die Mattkombination, kreiert durch zwei Springer, einen Läufer und einen Bauern, wobei die Dame nur eine passive Zuschauerrolle inne hatte !    2:0 für uns, die halbe Miete war durch die Wagner-Brothers schon eingefahren !

Johannes´ Partie lief bis ins Mittelspiel ausgeglichen, ohne große Aufreger. Dann aber setzte er einen offensiven Springerzug, der auf den ersten Blick nach Figurenverlust aussah, bei näherer Betrachtung jedoch der „Dosenöffner“ der Partie war !  Allerdings fand Johannes mit Figurenüberzahl dann zunächst nicht die besten Züge. Hätte sein Gegner im 23. Zug den König nach vorn bewegt, wäre es nämlich zur Vermeidung eines Qualitätsverlustes des eingesperrten Turms zur Zugwiederholung und folglich zu einem Remis gekommen. Auch später kam es in der sehr lang hinausgezogenen Partie nochmals zu einer kritischen Situation, in der der etwas müde wirkende Lukas – falls ausgeschlafener – den Springer zurückgewinnen und dann mit Bauernmehrheit auf dem Damenflügel das Match nochmals sehr spannend hätte halten können. So aber fand Lukas keine Mittel mehr und gab zu später Stunde sichtlich erschöpft den Wettkampf auf. Johannes konnte so seinen Sieg zwar etwas glücklich, aber aufgrund der aktiveren Spielführung letztendlich nicht unverdient mit nach Hause nehmen.

Ich selber hatte es an Brett 1 mit dem Youngster der Gastmannschaft zu tun. Dieser Leon erinnerte mich stark an ein ähnliches Talent als Gegenüber vor zig Jahren, das es dann später bis in die Oberliga schaffte. Ein bisschen Hans-guck-in-die-Luft, scheinbar abgelenkt vom Umfeld, um dann ansatzlos überraschende Züge auf das Brett zu zaubern. Der Junge hat mich damit so gefordert, dass ich zunächst keine echte Angriffsidee finden konnte. Vielleicht ein bisschen im Triumphgefühl überzog dann aber Leon und verlor einen wichtigen Bauern. Trotzdem musste ich höllisch aufpassen und im 21. Zug mit der eigentlich schon abgehakten Rochade erst die einzig richtige Entscheidung finden. Die Sequenz von Weiß, mit Figurenopfer zum Qualitätsgewinn, verfehlte damit die volle Wirkung. In vollkommen unterlegener Figurenstellung hatte Leon dann noch die pfiffige Idee, seine Dame für ein verstecktes Matt auf meine Grundlinie zu setzen. Zum Glück hatte ich aber einen guten Tag erwischt, das Manöver durchschaut und letztendlich einen Gegenangriff gestartet, der Leon dann zur Aufgabe bewegte.

Unser Sieg fiel mit 4:0 etwas zu hoch aus. Nichtsdestotrotz ist der Gewinn für unsere Jugendlichen sicher Motivation, weiter so konzentriert und kreativ wie diesmal aufzutreten und als Mannschaft erfolgreich in der B-Klasse mitzumischen.

 

SK Krumbach III

DWZ

SK Türkheim / Bad Wö. II

DWZ

 

4 - 0

 

Reincke Eckhard

1507

Wagner Leon

900

1 - 0

Salzgeber Johannes

1157

Lux Lukas

849

1 - 0

Wagner Benjamin

937

Bader Lena

864

1 - 0

Wagner Max

761

Musikant Moritz

774

1 - 0

Schnitt:

1090

Schnitt

846

 

 

 

 


Eckhard Reincke, Johannes Salzgeber, Benjamin Wagner und Max Wagner

Klosterlechfeld III : Krumbach III   4 : 0 am  10.11.2018

Mit der Wiederbelebung der im Jahr 2016 eingesargten Krumbacher Dritten soll den älteren jugendlichen Spielern eine Plattform geboten werden, Erfahrungen auch im Wettkampf gegen erfahrene Erwachsene mittlerer Spielstärke zu sammeln.Die Feuertaufe fand ausgerechnet in Klosterlechfeld statt, wo haargenau die vier von mir erwarteten Routiniers als die wohl ligastärkste Truppe uns gegenüber zum Match antraten.

Überraschend kamen wir alle ganz gut aus der Eröffnung raus. Youngster Valentin hatte da seinem Gegner sogar schon eine Mehrfigur abgemopst. Dann aber schlichen sich die ersten und auch noch weitere Fehler ein.Valentin umriss den Gegenangriff nicht so recht, kam immer mehr in Bedrängnis   und musste sich letztendlich in aussichtsloser Stellung vorzeitig geschlagen geben. Max hatte plötzlich zwei Leichtfiguren Rückstand und zudem noch nicht rochiert. Johannes wollte im Mittelspiel – wohl zur Offenhaltung der Partie - den Damentausch in der Diagonalen erzwingen, übersah dabei aber das mögliche Zwischenziehen eines gegnerischen Läufers unter gleichzeitiger Linienöffnung zum Mattangriff. Schade, die bis dahin ausgeglichene Partei war dann eigentlich schon gelaufen. Johannes´ Gegner verkopfte sich dann allerdings noch ewig lang, anstelle ein-zügig matt zu setzen und damit das Leiden unseres Talents kurz und bündig zu beenden.   

Ich selber hatte zuvor bereits ab Nachmittag einen sehr „gebrauchten“ Tag, was aber meine Niederlage nicht rechtfertigen soll. Mein Gegner Josef Starkmann hatte im Vorjahr den Spitzenmann in der A-Klasse schier an die Wand gespielt. Das wusste ich, sodass ich die eher seltene katalanische Eröffnung wählte. Doch irgendwann  war es mit der Theorie rum und meine Stellung nicht mehr so souverän. Die Türme abgetauscht, versuchte ich den Damentausch, doch der starke Starkmann wich dem geschickt aus. Dann halt einen Zug zum Abtausch und zur Sicherung des Remis verpennt, und schwuppdiwupp wurde ich sehenswert überrannt und von einem Bauern mattgesetzt.

Max kämpfe dann noch lange, jedoch in aussichtloser Lage. Auch hier verkopfte sich sein Kontrahent in elend langen Überlegungen, anstatt unseren Jugendlichen vor-zeitig von seiner Qual zu befreien.

Unseren Jugendlichen sei es Trost, dass es in der B-Klasse auch noch leichtere, vielleicht schlagbare Gegner gibt. Die laufende Saison ist halt auch ein „Lehr“-Jahr. 

SK Klosterlechfeld DWZ SK Krumbach III DWZ 4 - 0
Starkmann, Josef 1362 Reincke, Eckhard 1507 1 - 0
Kraemer, Karl Rainer 1405 Salzgeber, Johannes 1157 1 - 0
Dr. Jung, Rolf 1293 Wagner, Max 761 1 - 0
Dr. Müller Reinhard 1126 Graf, Valentin   1 - 0
Schnitt: 1296 Schnitt: 1141  

 

Am 17. November durften wir in der Kreisklasse zum ersten Heimspiel dieser Spielrunde die 2. Mannschaft aus Klosterlechfeld in unseren Clubräumen willkommen heißen. Nach der äußerst unglücklichen Auftaktniederlage in Bobingen sollte es nun diesmal unbedingt erfolgreicher verlaufen. Und schon nach knapp einer Stunde erfolgte der erste Paukenschlag. Unser Youngster Wolfram an Brett 8 nutzte eine unsauber gespielte Eröffnung seines Gegners konsequent aus und stellte ganz sicher auf 1:0. Nun war für eine ganze Weile Ruhe, doch nach 3 Stunden Spielzeit musste Gerhard am 2. Brett die Segel streichen und nur kurze Zeit später war die Sache auch für Georg auf Grund von Schwerfigurenverlust gelaufen. Nun stand es zwar 1:2, doch auf allen weiteren Brettern waren die Stellungen für uns mindestens ausgeglichen. Mir selbst war es dann vorbehalten den zwischenzeitlichen Ausgleich wieder herzustellen. Nach beidseitig solide gespielter Eröffnung konnte ich im Mittelspiel Läufer gegen Bauer gewinnen. Diesen Vorteil behielt ich bis ins Endspiel, wo mein Gegner nach drohendem Turmverlust die Partie schließlich verloren gab. Johann war es dann, der am 3. Brett eine ganz starke Leistung bot und uns wieder in Front brachte. Nach einer von seinem Gegner mit Weiß nicht alltäglich gespielten Eröffnung (c3 – d5, g3 – Sf6, Sa3 – c6, Sc2 - Lf5) gelang es ihm seine Stellung ganz sicher aufzubauen. Nach einer souverän gespielten Abwicklung bei der er Dame und Bauer gegen Turm und Springer gewann spielte er die Partie sicher zu Ende und stellte auf 3:2 für uns. Nun liefen also noch die Spiele an den Brettern 1, 6 und 7. Ralf war während der gesamten Spielzeit ganz sicher aufgestellt und konnte im Mittelspiel die Qualität gewinnen. Im Endspiel war dann sein Gegner auf Grund fehlender Bedenkzeit nicht mehr in der Lage dagegen zu halten und Ralf war der sichere Sieger. Nun war es an Jens und Franz den Mannschaftssieg zu sichern und beide willigten dann nahezu zeitgleich ins Remis ein. Jens hatte eine ausgeglichene, beidseits aktive Stellung auf dem Brett. Seine Vorteile durch vorhandene offene Linie im Turmendspiel einerseits  sowie die ihm ja bekannte Zeitnot andererseits waren letztendlich Ausschlag gebend für die Punkteteilung. Franz hatte am 7. Brett einen nicht optimal abgewickelten Sizilianer.  Nachdem er dann im Mittelspiel eine Qualität gewinnen konnte und sein Gegner eine starke Bauernstruktur am Damenflügel aufgebaut hatte, einigte man sich auch hier nach ca. 4 Stunden auf Remis. Der Endstand also 5:3 für Krumbach II und der erste Erfolg der Saison war geschafft.                      

  Krumbach II     Klosterlechfeld II    5 - 3
    DWZ     DWZ  
   Brett 1 Jens Seidl 1831 - Manuel Jahn 1807 1/2-1/2
   Brett 2 Gerhard Haugg 1653 - Stefan Hoffmann 1657   0 - 1
   Brett 3 Johann Fischer 1554 - Georg Müller 1835   1 - 0
   Brett 4 Georg Eppler 1567 - Joshua Nebel 1432   0 - 1
   Brett 5 Michael Dietmair 1616 - Anton Fischer 1433   1 - 0
   Brett 6 Ralf Möckel 1556 - Dr. Rolf Jung 1293   1 - 0
   Brett 7 Franz Brosch 1474 - Martin Hoffmann 1608 1/2-1/2
   Brett 8 Wolfram Lobermeier 1205 - Jonathan Weber 1119   1 - 0