Eröffnungsfallen  

   
Januar 2020
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Dramatischer konnte der Wettkampf zwischen Krumbach 2 und Klosterlechfeld 2 am Abend des 11.1.2020 in Klosterlechfeld gar nicht enden. Die Krumbacher kämpften an allen acht Brettern und rungen um jeden halben Punkt.

Unser Eugen an Brett 4, der zwar von Beginn an schlecht stand weil er die Wichtigkeit der Rochade scheinbar nicht kennt, brachte uns frühzeitig in Führung durch einen glücklichen Mattangriff mit Springer und Dame auf h2. (Stand 1:0)

Hermann an Brett 3 entwickelte sein Spiel sehr solide, rochierte lang und griff konsequent am Königsflügel an. Er öffnete dann zielstrebig die g-Linie und brachte so den gegnerischen König zu Fall. (Stand 2:0)

Am 5. Brett spielte Johann seinen Lieblingsläufer nach c4 , wo er die schöne Linie A2-G8 bis ins Endspiel behauptete. Im Endspiel jedoch standen sich jeweils Turm + Springer + 3 Bauern gegenüber, wobei Johann einen isolierten Freibauer aber einen abgeschlagenen König besaß.  Die Parteien einigten sich auf Remis und es stand nach ca. 3 Stunden 2,5 : 0,5 für uns.

Wolfram, Brett 8, entwickelte sich als Spieler der schwarzen Steine sehr solide und schaffte sich einen starken Schutzwall im Zentrum. Leider übersah er einen größeren Schlagabtausch bei dem er die Qualität einbüste. Sein Gegner spielte ab diesem Zeitpunkt seinen Vorteil konsequent aus und gewann sicher. (Stand 2,5 : 1,5) Unser Vorsprung verringerte sich.

Michael an Brett 1 verstärkte die Zweite und spielte ein solides Damengambit. Über lange Zeit stand die Partie sehr ausgeglichen. Einen Figurengewinn erzielte er schließlich durch ein taktisches Figurenopfer seines Gegners und es stand 3,5 : 1,5.

Am 6. Brett stand  Georg von Beginn an sehr gedrückt. Der Partieverlauf ähnelte einem Dauerbeschuss seines Gegners und nach etwa 4 Stunden musste Georg die Segel streichen. (Stand 3,5:2,5)

Jens, Brett 2, startete sein Spiel energisch und entwickelte sich planmäßig. Sein Gegner ermöglichte ihm ein Läuferopfer auf f2, welches dieser nicht ablehnen konnte.  Danach verfolgte er seinen Siegeszug jedoch nicht konsequent und kam so in Nachteil – Läufer gegen einen Bauern. Der Kampfgeist war aber geweckt, denn uns fehlte schliesslich noch ein halber Punkt zum Mannschaftserfolg und Eckhards Gegner wollte bei einem ausgeglichenen Turmendspiel nicht um’s Verrecken ins Remis einwilligen. Jens überlistete seinen Gegner, gewann so nahezu alle Bauern und mit T+S gegen T+3 Bauern konnte der Weiße nicht mehr gewinnen – Remis.  (Stand 4:3)

Nun spielte also noch Eckhard an Brett 7. Ein solider Bauernwall im Zentrum verschaffte Ihm von Beginn an einen sicheren Spielaufbau. Sein Gegner schaffte es jedoch mit einem raffinierten Springeropfer im Zentrum einen beachtenswerten Materialvorteil zu erlangen und Eckhard war so zur Umdisponierung seiner Figuren vom Königs- zum Damenflügel genötigt. Er brachte die Situation unter Kontrolle, erwarb Gegenspiel und konnte so die beiden Minusbauern rasch wieder zurückgewinnen. Eckhard und bot seinem Gegner mehrmals Remis, drei Mal lehnte sein Gegner ab, willigte letztendlich jedoch ins Unentschieden ein.

Der Endstand also 4,5 : 3,5  für die Krumbacher !

 

  SK Klosterlechfeld II DWZ - SK Krumbach II DWZ 3½ - 4½
1 1 Koelbl, Wolfgang 1816 - 1 Gayer, Michael 1993 0 - 1
2 2 Milling, Manuel 1728 - 2 Seidl, Jens 1803 ½ - ½
3 3 Hoffmann, Stefan 1663 - 3 Reif, Hermann 1907 0 - 1
4 4 Jahn, Manuel 1770 - 5 Schaumann, Eugen 1617 0 - 1
5 5 Nebel, Joshua 1549 - 6 Fischer, Johann 1546 ½ - ½
6 6 Kaspar, Florian 1674 - 7 Eppler, Georg 1571 1 - 0
7 7 Lehmann, Erik 1564 - 11 Reincke, Eckhard 1485 ½ - ½
8 8 Fischer, Anton 1467 - 12 Lobermeier, Wolfram 1208 1 - 0
Schnitt: 1653 - Schnitt: 1641  


 

 

Erich Malinowski 28.10.1940 – 03.01.2020

"Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist nicht tot.
Tot ist nur, wer vergessen wird.
"

 

Ganz und gar unerwartet erfuhr ich von der traurigen Nachricht, dass uns unser treues Vereinsmitglied Erich Malinowski für immer verlassen hat. Erich lebte zusammen mit seiner hochbetagten Mutter in Krumbach und war seinen beiden Schwestern Irene und Edith, sowie seinem Bruder Bernd eng verbunden.
            Erich, der 1958 (!) dem Schachklub Krumbach beitrat, war unser ältestes und langjährigstes Mitglied. Die Liste seiner positiven Beiträge zum Vereinsleben ist lang. Er war insbesondere jahrzehntelang Schriftführer, eine Institution in diesem Fach, ein ordnender Pol. Weitere Ämter − Kassier und Jugendleiter − erfüllte er ebenfalls über einen längeren Zeitraum mit großem Engagement. Als Mitarbeiter bei der Sparkasse Krumbach konnte er durch seine guten Kontakte zur Krumbacher Geschäftswelt eine große Zahl von Mitgliedern werben, die unseren Verein aktiv und finanziell unterstützt haben und zum Teil noch unterstützen.
            Durch seine freundliche und hilfsbereite Art war er bei uns sehr beliebt und pflegte enge persönliche Freundschaften, unter anderem mit dem ehemaligen Vorsitzenden Werner Benke, mit dem zusammen er viel Konstruktives für den Verein leistete.

            Sportlich waren seine 61 Jahre Mitgliedschaft durch seine zuverlässigen Einsätze in der zweiten und dritten Mannschaft des SK Krumbach geprägt. Als Einzelerfolge sind hervorzuheben sein Sieg beim Kampf der ersten Mannschaft gegen den Abstieg aus der Landesliga zum 6:2 und zum Klassenerhalt im Duell mit Milbertshofen, sowie sein Unentschieden beim Simultanwettkampf gegen Weltmeister Tigran Petrosjan.

In Zeiten, in denen es vielen Vereinen an Mitgliedern und an ehrenamtlicher Unterstützung mangelt, erkennt man den Wert von Erich Malinowskis Einsatz umso besser. Erich war nicht nur in unserem Verein, sondern auch im Tennisverein, beim BLSV und bei der CSU engagiert und mit seinen Funktionen ein unermüdlicher Unterstützer des sozialen Lebens in Krumbach.
            Alle die ihn kannten werden das Gedenken an ihn bewahren und mit seinen Angehörigen fühlen, die an ihm unendlich viel verloren haben. Erich, wir verneigen uns vor Dir als einem wahrhaft wertvollen Menschen.

Die Partie Petrosjan - Malinowski kann auf der Seite "Partien" nachgespielt werden.

Unsere Schachjugend wurde heuer mit einem Nikolausbesuch überrascht. Als sie an den Tischen beim Knabbern von Plätzchen und Nüssen versammelt waren, klopfte es an der Tür und ein prachtvoll gekleideter Nikolaus mit Mitra und Stab betrat den Raum. Er lobte die Kinder für ihr Interesse am Schachspiel, das mit vielen positiven Werten, wie Denken, Konzentration, Mannschafts- und Teamgeist verbunden ist. Damit sich diese Eigenschaften auch wirklich entfalten können, bedarf es der Ruhe beim Spielen. Genau an diesem Punkt hakte der Nikolaus nach und mahnte die jugendlichen Spieler, immer am Training teilzunehmen und ihre Schachaufgaben daheim zu machen. Weiter sagte er: „Nicht nur das Gewinnen eines Spiels ist entscheidend. Nach einem verlorenen Spiel sollte man auch aus den Fehlern lernen“.

Als dann der Nikolaus jeden Spieler mit Namen aufrief, um nach vorne zu treten, wurde es ganz ruhig. Wie wenn der Nikolaus bei den Spielabenden dabei gewesen wäre, wusste er über das Verhalten und die Spielweise des Einzelnen genau Bescheid. Bei seinen Worten überwiegte das Lob, aber er kannte auch die Schwächen und mahnte zur Besserung. Die Kinder verabschiedeten den Nikolaus mit einem Weihnachtslied und dieser beschenkte jeden Spieler mit einer gefüllten Tüte.

 

Anschließend spielten die Jugendlichen, in drei Leistungsgruppen eingeteilt, ein Turnier. Die Spielergebnisse des letzten Halbjahres und die erreichte Platzierung im Turnier wurde durch den Jugendtrainer Ralf Möckel mit Medaillen belohnt. Jeder Teilnehmer konnte ein kleines Präsent mit nach Hause nehmen.

Gegen die in etwa gleich starken Meringer konnten wir durch das 5:3 wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren.

Nadja konnte in einer zunächst ausgeglichenen Stellung Druck aufbauen, dem der Gegner auf die Dauer nicht mehr standhielt. Ihre Vorteile verwerten und volle Punkte einfahren konnten auch Ernst, Uli und Josef. Weil Rainer dann diese Siegesfolge durch ein Remis ergänzt hatte, kamen die Meringer mit ihren Gewinnpartien an Brett 1 und 3 nicht mehr an ein Unentschieden heran. Lutz' Partie war aber dann noch lange nicht beendet. Nach einem zweifelhaften Figurentausch hatte Lutz im Endspiel mit Turm und Leichtfigur zwar die alleinigen Siegchancen. Das Remis nach langem Kampf stellte aber dann schlielich das 5:3 als Endergebnis sicher.

 

 

  SK Krumbach DWZ - SK Mering DWZ 5 - 3
1 1 Wild, Rudolf 2149 - 1 Krug, Norbert 2088 0 - 1
2 3 Jussupow, Nadia 2118 - 2 Neiß, Josef Martin 1987 1 - 0
3 4 Lutz, Albert 2017 - 3 Kürschner, Ernst Michael 1966 0 - 1
4 5 Link, Ulrich, Dr. 1937 - 4 Haubrich, Michael 1906 1 - 0
5 6 Fischer, Ernst 1922 - 5 Rebitzer, Winfried 1944 1 - 0
6 7 Riedel, Lutz 1946 - 6 Gerhard, Alexander 1877 ½ - ½
7 9 Maurer, Rainer 1857 - 7 Essler, Richard 1886 ½ - ½
8 11 Gulde, Josef 1726 - 8 Stoll, Stefan 1802 1 - 0
Schnitt: 1959 - Schnitt: 1932  

 

Krumbach III- Klosterlechfeld III  1,5 :2,5

Diesmal hat´s geklappt, die Dritte trat ausschließlich mit Jugendspielern an, wie für diese Spielsaison zumindest bei den Heimspielen auch angestrebt. Klar, gegen Klosterlechfeld III - die Seniorenmannschaft der Lechfelder – war es die Devise ein Achtungsergebnis zu erzielen. Mehr war im Vorfeld gegen diese Routiniers nicht zu erwarten. Allerdings bestand dann zu Spielbeginn doch die leise Hoffnung auf eine Punkteteilung, da der Gegner nicht in seiner Stammbesetzung erschienen war.

Elias als unser Jüngster legte konzentriert los, tauschte bald zwei Leichtfiguren und die Dame und kam mit Bauernvorsprung ins Mittelspiel. Da waren die Fortsetzungen dann leider etwas unglücklich, die Folge war Figurenverlust und Rückgabe des Mehrbauern. Dieser Nachteil war nicht mehr aufzuholen und Elias verlor letztendlich durch ein nicht abdeckbares Grundlinien-Matt mit Turm.

Benjamin saß einem Routinier gegenüber, der bekannter Weise auch gerne wortgewaltig auftritt. War es das, oder war es die fehlende Spielpraxis ?  Benjamin hatte auf jeden Fall zu keiner Zeit der Partie einen Vorteil, verlor Bauer um Bauer und dann eine Figur. Sein Konter fiel dann leider zu brav aus, so dass er auf der Königsseite immer mehr eingeschnürt und zuletzt Matt gesetzt wurde. Die schlussendliche Belehrung seines Kontrahenten, beizeiten aufzugeben um den Gegner nicht zu beleidigen, hätte sich dieser durchaus schenken können. Zwischenstand 0:2.

Wolfram an Brett 1 mit Schwarz geriet bald in Bauernrückstand und tat sich elend lang schwer auf der Königsseite seine Figuren zu entwickeln, geschweige denn zu rochieren. Dann aber ein suboptimaler Bauernvortrieb von Routinier Starkmann auf der a-Linie anstelle Abtausch auf der b-Linie, der es Wolfram ermöglichte seinen verbliebenen Springer wieder auf das beherrschende Feld c5 zurück zu setzen. Das war dann wohl der Knackpunkt, denn irgendwann stellte Weiß eine Qualität ein und wollte dann nicht mehr.  Wolfram war völlig überraschend der Sieger !

Johannes spielt ja gewohnt sehr bedächtig. Sein Gegenüber Doc Jung schlägt ihn in dieser Eigenart aber um Längen. So entstand eine äußerst kuriose Endspielstellung, bei der Johannes - mit drei Bauern im Rückstand und vom Gegner vielleicht schon etwas eingeschläfert - auch noch einen weiteren Bauern und die Qualität verlor und trotzdem nicht hoffnungslos da stand. Es war wohl der schon vorgerückten Stunde zu schulden, dass zum einen Dr. Jung ungünstig seinen König an die Spitze seiner mit Bauern ummantelten Schwerfigurenarmee setzte und zum anderen Johannes diese Situation nicht zu einem gefährlichen, vielleicht sogar siegbringenden Konter ausnutzte. Der figürlich haushoch überlegene, aber etwas in Zeitnot geratene Kontrahent sprach dann das erlösende Remis-Angebot aus und der Wettkampf war damit plötzlich beendet.

Nur knapp gegen eine Mannschaft verloren zu haben, die uns letzte Saison mit 4 : 0 abgezockt hat, das geht für unsere Jugend voll in Ordnung.

 

  SK Krumbach III DWZ - SK Klosterlechfeld III DWZ 1½ - 2½
1 4 Lobermeier, Wolfram 1208 - 1 Starkmann, Josef 1362 1 - 0
2 5 Salzgeber, Johannes 1131 - 3 Jung, Rolf, Dr. 1276 ½ - ½
3 6 Wagner, Benjamin 976 - 20 Breitwieser, Wilhelm 1350 0 - 1
4 8 Salzgeber, Elias   - 35 Hartl, Gregor   0 - 1
Schnitt: 1105 - Schnitt: 1329