Eröffnungsfallen  

   
August 2019
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B-Klasse 2. Runde in Krumbach

 

Die Begegnung war das Aufeinandertreffen der 0:4 – „Loser“ aus der 1. Runde.

Nachdem die Gastmannschaft als reine Jugendtruppe zu erwarten war, wollten wir eigentlich ebenfalls nur mit Jugendlichen antreten. Dies ging dann aber doch nicht, weil Wolfram Lobermeier zuvor bereits in der Zweiten eingesetzt war (übrigens sehr erfolgreich!) und die noch Jüngeren aus dem Aufgebot am Spieltag in der U 12 – Schwäbische MM zu kämpfen hatten.

Sämtliche Eröffnungen wurden ganz gut behandelt. Herauszuheben ist, dass Benjamin als Nachziehender im „Spanier“ den von Weiß forcierten Abtausch im vierten Zug nicht mit dem b-Bauern, sondern dem d-Bauern nach c 6 vollzog.

An den Brettern 3 und 4 leisteten sich dann unsere Gegenüber im jeweils 6. Zug die ersten kleineren bis größeren Fehler. Hätte Lena Benjamin´s Mattdrohung durch Zurücknahme des zuvor „bauernfressenden“ Springers abgewehrt, wäre nach Damenabtausch eine wohl neutrale Partie entstanden. So aber kam Benjamin schon bald zu einem Figurengewinn. Im weiteren Verlauf wollte er ein schnelles Matt erzwingen und vergaß dabei zunächst, den gefährlichen Bauern auf f6 zu eliminieren. Zu seinem Glück fand die junge Dame dann aber nicht die besten Gegenzüge, so dass Benjamin zu einem fulminanten Angriff starten konnte, der bald zum Matt und damit zum 1:0 für uns führte !

Max machte keine Fehler, sondern überließ diese seinem Gegenüber. Sehr beeindruckend war sein Bauernzug mit Weiß auf d6, mit dem er die Springerstellung auf c7 festigte und dabei einen Qualitätsgewinn verschmähte. Der Gewinn der gegnerischen Dame ergab sich schier im Nebeneffekt. Sehenswert dann die Mattkombination, kreiert durch zwei Springer, einen Läufer und einen Bauern, wobei die Dame nur eine passive Zuschauerrolle inne hatte !    2:0 für uns, die halbe Miete war durch die Wagner-Brothers schon eingefahren !

Johannes´ Partie lief bis ins Mittelspiel ausgeglichen, ohne große Aufreger. Dann aber setzte er einen offensiven Springerzug, der auf den ersten Blick nach Figurenverlust aussah, bei näherer Betrachtung jedoch der „Dosenöffner“ der Partie war !  Allerdings fand Johannes mit Figurenüberzahl dann zunächst nicht die besten Züge. Hätte sein Gegner im 23. Zug den König nach vorn bewegt, wäre es nämlich zur Vermeidung eines Qualitätsverlustes des eingesperrten Turms zur Zugwiederholung und folglich zu einem Remis gekommen. Auch später kam es in der sehr lang hinausgezogenen Partie nochmals zu einer kritischen Situation, in der der etwas müde wirkende Lukas – falls ausgeschlafener – den Springer zurückgewinnen und dann mit Bauernmehrheit auf dem Damenflügel das Match nochmals sehr spannend hätte halten können. So aber fand Lukas keine Mittel mehr und gab zu später Stunde sichtlich erschöpft den Wettkampf auf. Johannes konnte so seinen Sieg zwar etwas glücklich, aber aufgrund der aktiveren Spielführung letztendlich nicht unverdient mit nach Hause nehmen.

Ich selber hatte es an Brett 1 mit dem Youngster der Gastmannschaft zu tun. Dieser Leon erinnerte mich stark an ein ähnliches Talent als Gegenüber vor zig Jahren, das es dann später bis in die Oberliga schaffte. Ein bisschen Hans-guck-in-die-Luft, scheinbar abgelenkt vom Umfeld, um dann ansatzlos überraschende Züge auf das Brett zu zaubern. Der Junge hat mich damit so gefordert, dass ich zunächst keine echte Angriffsidee finden konnte. Vielleicht ein bisschen im Triumphgefühl überzog dann aber Leon und verlor einen wichtigen Bauern. Trotzdem musste ich höllisch aufpassen und im 21. Zug mit der eigentlich schon abgehakten Rochade erst die einzig richtige Entscheidung finden. Die Sequenz von Weiß, mit Figurenopfer zum Qualitätsgewinn, verfehlte damit die volle Wirkung. In vollkommen unterlegener Figurenstellung hatte Leon dann noch die pfiffige Idee, seine Dame für ein verstecktes Matt auf meine Grundlinie zu setzen. Zum Glück hatte ich aber einen guten Tag erwischt, das Manöver durchschaut und letztendlich einen Gegenangriff gestartet, der Leon dann zur Aufgabe bewegte.

Unser Sieg fiel mit 4:0 etwas zu hoch aus. Nichtsdestotrotz ist der Gewinn für unsere Jugendlichen sicher Motivation, weiter so konzentriert und kreativ wie diesmal aufzutreten und als Mannschaft erfolgreich in der B-Klasse mitzumischen.

 

SK Krumbach III

DWZ

SK Türkheim / Bad Wö. II

DWZ

 

4 - 0

 

Reincke Eckhard

1507

Wagner Leon

900

1 - 0

Salzgeber Johannes

1157

Lux Lukas

849

1 - 0

Wagner Benjamin

937

Bader Lena

864

1 - 0

Wagner Max

761

Musikant Moritz

774

1 - 0

Schnitt:

1090

Schnitt

846

 

 

 

 


Eckhard Reincke, Johannes Salzgeber, Benjamin Wagner und Max Wagner

Am 21. Oktober reisten wir in Stammbesetzung nach Marktoberdorf, um bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen unserem Hobby auf 64 Feldern zu frönen.
Immerhin konnten wir uns gegen einen nominell leicht überlegenen Gegner mit einem sicheren 5:3 die Mannschaftspunkte sichern.
Erfreulich vor allem war die gute Leistung unserer beiden Spitzenbretter (Rudi und Nadja), was uns die entscheidenden beiden Siegpunkte einbrachte. Alle restlichen Partien endeten unentschieden. Bemerkenswert, dass hier alles im Gleichgewicht blieb, ohne grobe Patzer. Für die Wettkampfatmosphäre empfand ich es nicht als optimal, dass die Bretter 1 und 2 in einem separaten Raum spielten. Vielleicht bot mein Gegner deswegen Remis, obwohl er eigentlich hätte weiterkämpfen müssen...

1 SK Marktoberdorf  DWZ - SK Krumbach DWZ 3 - 5

1

1

Ruprecht, Martin

2066

-

1

Wild, Rudolf

2129

0 - 1

2

3

Pensold, Heiko

1998

-

3

Jussupow, Nadia

2108

0 - 1

3

4

Stein, Marco

2022

-

4

Lutz, Albert

2036

½ - ½

4

5

Nusser, Florian

1820

-

5

Link, Ulrich, Dr.

1985

½ - ½

5

6

Jankowski, Moritz

1857

-

6

Riedel, Lutz

1959

½ - ½

6

7

Bacherler, Thomas, Dr.

2018

-

7

Fischer, Ernst

1893

½ - ½

7

8

Wagner, Roland

1805

-

8

Maurer, Rainer

1809

½ - ½

8

12

Riedl, Günter

1770

-

9

Gulde, Josef

1774

½ - ½

Schnitt:

1919

-

Schnitt:

1961

 

 

Bobingen I – Krumbach II              4,5 – 3,5

Jens kam aus der Eröffnung nicht richtig gut heraus, aber im Laufe des Spiels wurde er immer stärker. Er war noch unser letzter Kämpfer am Brett und durch den Zeitvorteil von über einer Minute gegenüber Zapf mit 22 Sekunden (für 17 Züge!) rechneten wir damit, dass er uns noch den Mannschaftssieg erkämpfen kann. Völlig überraschend verlor Jens durch Zeit.Gerhard spielte eine sehr gute Partie und lies seinen Gegner nicht richtig ins Spiel kommen. Das war ein wichtiger Punkt für uns.Johann hatte mit Weiß lange das Spiel unter Kontrolle. Nach 17 Zügen bekam er das Remisangebot. Dieses wurde abgelehnt, da an allen anderen Brettern noch keine Entscheidung abzusehen war. Das zweite Angebot nach 42 Zügen wurde auf Grund des Spielstandes angenommen.Georg kam mit Schwarz gut aus der Eröffnung heraus, stand zwischendurch besser. Im weiteren Spielverlauf nahm er das Remis seines Gegners an.Michael spielte ebenfalls eine gute Partie. Konnte aber seine Überlegenheit leider nicht bis zum Schluss halten und nahm das Remisangebot von Degle an.Auch Ralf gelang es nicht, seine bessere Stellung zum Sieg zu bringen. Spielergebnis RemisNach der Eröffnung mit c4 Sc3 Abtausch des Springers von Franz gegen den weißen Läufer konnte Franz zwar einen Bauern gewinnen, der eigene d-Bauer war aber schwer zu verteidigen. Des Weiteren war auch der f-Bauer von Franz von Dame und Turm angegriffen.
Das Angebot von Franz die Dame zu tauschen wurde abgelehnt - stattdessen holte Becker den b Bauern von Franz.Dabei übersah der Gegner das Abzugsschach mit dem Läufer auf h7 mit schlagen des Bauern - danach konnte Franz die Dame schlagen und einen weiteren Bauer auf c6 schlagen.Mit einem Dauerschach durch die Dame hatte Franz ein Remis schon sicher - aber bei 2 Bauern Vorteil wollte er mehr.Leider nutzte er seinen Vorteil nicht aus,  so dass die Partie nach 4 Stunden und jeweils 2 Bauern und einem Turm auf dem Brett mit einem Remis endete.Rupert spielte auch eine gute Partie. Das Remisangebot lehnte er ab, da er zu diesem Zeitpunkt besser stand. Leider musste er sich später nach Turmverlust geschlagen geben.

 

Brett 1:                Seidl – Zapf                                       0:1

Brett 2:                Haugg – Friedrich                             1:0

Brett 3:                Fischer – Glaab                             0,5:0,5

Brett 4:                Eppler – Degle Kevin                     0,5:0,5

Brett 5:                Dietmair – Degle Walter                0,5:0,5

Brett 6:                Möckel – Schuster                         0,5:0,5

Brett 7:                Brosch – Becker                            0,5:0,5

Brett 8:                Strobel – Nieberle                             0:1