Eröffnungsfallen  

   
August 2019
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Mindelheim II : Krumbach III   2,5 : 1,5 am  16.03.2019

Gegen den Tabellenführer wollten wir in der letzten Spielrunde der Saison noch ein achtbares Ergebnis einfahren um zumindest den 3. Platz zu sichern bzw. im Idealfall den 2. Platz in der Endabrechnung zu belegen.

Wie schon mehrfach gehabt setzte Max an Brett 4 das erste Signal. In sehr eigenwilliger Spielweise überließ er zunächst das aktive Geschehen seinem Kontrahenten, der mit Läufer und Springer „wütete“ und dabei ohne jeglichen Abtausch einen Turm und drei Bauern einheimste. Dabei übersah der junge „Vielfraß“ allerdings zwei Springerzüge von Max zu seiner schon vorgeeilten Dame, die dann zum schnellen Matt auf h2 führten. 1:0 für uns nach nur ½ Stunde !

Wenig später allerdings „verschlief“ Benjamin an Brett 3 seinen Partieverlauf. Mit schon Bauernvorsprung in nicht schlechter Grundstellung übersah er schlichtweg einen Dameneinschlag auf h2 mit einem folgenden Grundlinien-Matt, das bei Übersicht gut zu vermeiden gewesen wäre. Nun gut, 1:1.  Der Looser des Abends war allerdings ausschließlich ich !  Wie ein Schach-Novize ließ ich Oldie mich von der stakkatohaften Spielweise des Gegenüber nervös machen, fand kein adäquates eigenes Spiel gegen das Doppel-Fiancetto und kam nach und nach unter Druck. Einen Doppelangriff auf zwei meiner Figuren konterte ich mich einem „Sandel“-Zug, mit der leisen Hoffnung auf Figurenrückgewinn. Dies durchschaute der Kontrahent allerdings. Das Weiterspielen bis zum bitteren Ende war nur noch dem Teamgeist geschuldet, der Gegner machte keine Fehler mehr.  Johannes an Brett 2 spielte wieder am längsten. Am Brett standen da noch alle Figuren, mit Ausnahme von jeweils einem Läufer- bzw. Springer-Paar. In dieser Situation gab es dann für ihn nur die Entscheidung zu einem Remis.

Saisonbilanz:

Die vier Jugendlichen haben sich in der ersten B-Klassen-Saison überraschend gut geschlagen. Johannes und Max holten jeweils 3 aus 5 = 60 %, Benjamin 2 aus 4 = 50 %, Wolfram 0,5 aus 1 Spiel = 50 %.  Das negative Ergebnis des Mannschaftsführers von 1,5 aus 4 = 38 % soll hier nicht verschwiegen werden.

 

  TSV Mindelheim II DWZ - SK Krumbach III DWZ 2½ - 1½
1 3 Fischer, Manfred 1474 - 1 Reincke, Eckhard 1507 1 - 0
2 6 Horn, Alexander 878 - 3 Salzgeber, Johannes 1157 ½ - ½
3 7 Ginter, Simon   - 4 Wagner, Benjamin 937 1 - 0
4 8 Ginter, Jakob   - 5 Wagner, Max 761 0 - 1
Schnitt: 1176 - Schnitt: 1090  

                                Die Abschlußtabelle

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 MPkt BPkt
1. TSV Mindelheim II ** 3 4 2 3 9 - 1 14,5 - 5,5
2. SK Klosterlechfeld III 1 ** 4 2 3 7 - 3 13,5 - 6,5
3. SK Krumbach III 0 ** 4 2 5 - 5 10,0 - 10,0
4. SK Türkheim/Bad Wörishofen II 0 2 0 ** 3 5 - 5 7,5 - 12,5
5. TSV Landsberg 1882 III 2 1 2 1 ** 2 3 - 7 8,0 - 12,0
6. SF Wehringen II 1 ½ 2 ** 1 - 9 6,5 - 13,5

 

 

Zum Finale der diesjährigen Kreisklassenspiele empfingen wir mit dem SV Stauden am 16. März den bereits feststehenden Meister dieser Klasse. Es ist äußerst bedauerlich und ärgerlich dass wir zu diesem Finale mit nur 6 Spielern antreten konnten, da die Bretter 2 und 8 nicht zu besetzen waren. Jens und Johann waren an diesem Tage Nachmittags zudem bereits bei den Bad Wörishofen Open aktiv und konnten aus diesem Grunde nur verspätet antreten.  Aus diesem Grunde war der Wettkampf um eine Stunde verlegt worden, vielen Dank den Schachfreunden aus den Stauden noch mal für dieses Entgegenkommen.

SV Stauden war komplett angereist und so stand es bereits nach einer Stunde kampflos 0:2. Nach dem bedauerlichen Rückstand galt es nun also alles daran zu setzen um mindestens ein Unentschieden zu erzielen. Mir selbst gelang es dann nach etwa 90 Minuten auf 1:2 zu verkürzen. Nachdem ich mit Schwarz bereits in der Eröffnung einen Bauernvorteil erreicht hatte gelang es mir ein starkes Zentrum aufzubauen. Eine Springergabel mit Qualitätsgewinn und Mattdrohung beantwortete mein Gegner mit Abtausch von Dame gegen zwei Leichtfiguren und wenige Züge später gab dieser die Partie auf.  Johann, wie auch Jens einigten sich nach etwa 2 Stunden in beiderseits absolut ausgeglichenen Stellungen mit ihren Gegner auf Remis. Georg am 4. Brett hatte an diesem Abend leider nicht die richtigen Ideen gefunden. Durch diverse ungenaue Züge bugsierte er sich selbst ins Hintertreffen, wo schließlich eine Springergabel mit Schach und Turmverlust die Partie entschied. Nun stand es also 2:4 und die beiden noch laufenden Partien mussten gewonnen werden. Sowohl bei Ralf wie auch bei Franz sah es wirklich so aus dass dies auch erreicht werden könnte. Franz hatte sich ein Endspiel erkämpft mit  Qualitätsvorteil und jeweils 3 Bauern auf dem Königsflügel. Seinem Gegner gelang es jedoch nach Abtausch von 2 Bauern die Partie ins Remis zu retten. Der Wettkampf war damit verloren, doch Ralf setzte alles daran den letzten Punkt noch für uns zu buchen. Die Partie war enorm kampfbetont. Nach der Eröffnung mit Morra – Gambit hatte Weiß natürlich ein Bauernminus, konnte aber den Gegner unter ständigem Druck halten. Beide Läufer waren drohend auf den schwarzen Königsflügel gerichtet. Mit dem Bauernvorstoß auf f4  konnte Weiß dann einen Springer für 2 Bauern erkämpfen und nach über 4 Stunden Spielzeit gelang Ralf dann der Abtausch Turm gegen Dame, worauf die Partie zu seine Gunsten entschieden war. Der Endstand also 3,5 : 4,5.

Trotz des Handicaps mit nur 6 Mann antreten zu müssen war es uns beinahe gelungen gegen den Tabellenführer ein Unentschieden zu erzielen. Man stelle sich mal vor wir wären komplett gewesen… Wie wertvoll ein weiterer halber oder ganzer Punkt bei diesem Wettkampf gewesen wäre zeigt ein Blick auf die Abschlusstabelle. Wir sind am Ende Letzter mit einem halben Brettpunkt weniger als die punktgleichen Bobinger. Ein halber Punkt mehr bei diesem finalen Mannschaftskampf hätte Platz drei bedeutet, ein ganzer Punkt mehr und wir wären Tabellenzweiter geworden. Es sei mir deshalb an dieser Stelle die Bitte gestattet, die Termine der Mannschaftsspiele künftig mit mehr Engagement zu betrachten.

 

 

SK Krumbach II

DWZ

-

SV Stauden I

DWZ

3½ - 4½

1

1

Seidl, Jens

1831

-

1

Redemann, Dietmar

1706

½ - ½

2

2

Haugg, Gerhard

1550

-

2

Schuster, Reinhold

1720

- - +

3

5

Fischer, Johann

1554

-

4

Singl, Stefan

1670

½ - ½

4

6

Eppler, Georg

1567

-

6

Konradt, Michael

1620

0 - 1

5

7

Dietmair, Michael

1616

-

7

Lutz, Karl

1552

1 - 0

6

8

Möckel, Ralf

1556

-

8

Fischer, Guido

1560

1 - 0

7

9

Brosch, Franz

1474

-

10

Müller, Rolf

1457

½ - ½

8

13

Lobermeier, Wolfram

1205

-

20

Schaffer, Werner

864

- - +

Schnitt:

1544

-

Schnitt:

1518

 

 

 

                                                           Die Abschlußtabelle

Rang

Mannschaft

1

2

3

4

MPkt

BPkt

1.

SV Stauden I

**

5


5

10 - 2

27,0 - 21,0

2.

SK Klosterlechfeld II

3

**

3

3

6 - 6

22,5 - 25,5

3.

SK Bobingen I


5

**


4 - 8

23,5 - 24,5

4.

SK Krumbach II

3

5


**

4 - 8

23,0 - 25,0

 

 

Es hat heute ganz einfach nicht sein dürfen!  Anders kann man den Wettkampf gegen die Gastgeber aus Klosterlechfeld gar nicht umschreiben. Dabei ging es diesmal sehr vielversprechend für uns los. Georg auf 4 war es der nach knapp 2 Stunden das 1:0 erzielte. Nachdem er sehr gut aus der spanischen Eröffnung kam konnte er bereits im 15. Zug durch eine Ungenauigkeit seines Gegners mit einem Springer/Läufer – Angriff eine Figur plus weitere Stellungsvorteile erobern. Sein Gegner gab daraufhin die Partie verloren. Nur wenig später stellte Gerhard mit Schwarz auf 2:0. Nach einer Art holländischer Eröffnung überzog Weiß mit c4, c5 und großer Rochade. Gerhard tauschte dann die Qualität gegen eine offene Königsstellung und danach waren Gegners' Figuren nur mehr bedingt einsatzfähig. Als dann noch ein Abzugsschach mit dem Springer folgte war die Sache hier gelaufen. Ich selbst eröffnete mit Englisch und hatte mir nach der Eröffnung Vorteile auf der offenen a – Linie verschafft. Den Angriff von Schwarz mit 3 Leichtfiguren auf dem Königsflügel konnte ich problemlos abwehren, wobei mein Gegner allerdings nicht die stärksten Züge spielte. Leider war aber nun mein verbliebener Läufer eingebaut und nahm nicht aktiv am Spiel teil. Insgesamt nun eine ausgeglichene Stellung, Remis. Auch Ralfs Partie endete mit einem Unentschieden, wobei er bei einer Eröffnung mit c4 und b3 als Nachziehender gut gegenhalten konnte. Nach etwa einer Stunde nutzten dann beide Spieler nicht die optimalen Züge um Stellungsvorteile zu erhalten. Es ergaben sich Schwächen auf der c-Linie für Schwarz sowie auf der f-Linie bei Weiß. Das Manko eines isolierten Doppelbauern konnte sein Gegner auf Grund aktiverer Figuren ausgleichen. Man einigte sich also auf Remis, neuer Spielstand 3:1 für uns. Sollte das jetzt noch schief gehen? Es ging schief, und wie! Johann auf 3 fand nicht die optimalen Züge um seinen Freibauern richtig ins Spiel zu bringen und musste sich schließlich dem Schwerfigurenangriff seines Gegners geschlagen geben, 3:2. Eckhard hatte im Mittelspiel einen Mehrbauern gewonnen, hatte es nun aber mit einer kompakten und guten Abwehrstellung seines Gegenüber zu tun. Mit Blick auf das vielversprechende Brett von Franz nebenan willigte Eckhard zur Punkteteilung ein, 3,5:2,5. Jetzt waren noch zwei Partien am Laufen. Während es bei Jens nicht gut aussah, hatte Franz in einem Endspiel mit noch allen Schwerfiguren einen Freibauern bereits auf die 6. Linie gebracht als er ohne Not und einfach so einen Turm hergab. Franz gab die Partie sofort auf und genau zur gleichen Zeit war auch am Spitzenbrett die Partie für Jens verloren. Bis zur vorletzten Minute waren wir im Vorteil und ein Unentschieden war das mindeste was zu erwarten war, doch dann der Endstand also 4,5 : 3,5 für Klosterlechfeld.

In der Kreisklasse hat das Team von Stauden I vor der letzten Runde die Meisterschaft nun bereits ganz sicher, während die restlichen 3 Mannschaften alle die gleiche Punktzahl haben.  

 

  SK Klosterlechfeld II DWZ - SK Krumbach II DWZ 4½ - 3½
1 1 Koelbl, Wolfgang 1876 - 1 Seidl, Jens 1831 1 - 0
2 2 Jahn, Manuel 1807 - 2 Haugg, Gerhard 1550 0 - 1
3 3 Milling, Manuel 1722 - 5 Fischer, Johann 1554 1 - 0
4 4 Hoffmann, Stefan 1657 - 6 Eppler, Georg 1567 0 - 1
5 6 Kaspar, Florian 1728 - 7 Dietmair, Michael 1616 ½ - ½
6 7 Nebel, Joshua 1438 - 8 Möckel, Ralf 1556 ½ - ½
7 8 Fischer, Anton 1433 - 9 Brosch, Franz 1474 1 - 0
8 14 Lehmann, Erik 1572 - 11 Reincke, Eckhard 1507 ½ - ½
Schnitt: 1654 - Schnitt: 1581  

Nach den letzten drei peinlichen Pleiten, Pech & Pannen in Folge (vor allem der grausame Wettkampf gegen Grönenbach hängt noch dunkelschwarz in meiner vernebelten Erinnerung...) kam es in der vorletzten Runde zu einem mittlerweile echten Abstiegsduell gegen die Schachfreunde aus Mering.
Zum Glück konnten wir wieder in Stammbesetzung (inklusive Krücken ;-)) antreten und ausser bei dem flotten, messerscharfen Remis von Nadja passierte in diesem hart umkämpften Wettkampf vier Stunden lang erstmal...nichts. Erst dann neigte sich die Waagschale langsam zu unseren Gunsten. Rainer konnte in einem Mittelspiel mit ungleichfarbigen Läufern die schwachen Punkte seines Gegners effizienter angreifen und brachte uns in Führung, wonach dann Ernst -trotz eigener Sprunggelenksverletzung- den Sprung zum gegnerischen Königsflügel wagte und erfolgreich landete. Lutz hingegen war in einem Turmendspiel mit 2-1 Bauernmajorität am Königsflügel gelandet, konnte jedoch den gegnerischen König am Damenflügel lange genug abschneiden, bis er entscheidenden Stellungsvorteil erreicht hatte. Rudis Stellung sah bei beidseitig löchrigen Königstellungen für beide Seiten gefährlich und unklar aus und Albert hatte mittlerweile um überhaupt noch Fortschritte im Gewinnsinne machen zu können mutig einen Springer für zwei Bauern geopfert. Als Uli dann in guter Stellung plötzlich eine Figur abhanden kam und er später sein Endspiel mit Minusspringer für zwei Bauern trotz Chancen nicht mehr halten konnte wurde es beim Stand von 3,5:1,5 nochmal spannend, denn erst als Josef seine fragile Stellung überlebt, das Remisangebot seines Gegners abgelehnt und mit Df5+ den Gewinnzug gefunden hatte, konnte aufgeatmet werden. Danach gab es für den gegnerischen König aus dem Mattnetz kein Entkommen mehr und der Mannschaftssieg war gesichert...ufff! Die Partie von Albert endete dann nach fünfeinhalb Stunden mit einem am Rand eingklemmten König im Remis, wobei sein Gegner kurz davor gefühlt nochmal eine Riesenchance ausgelassen hatte. Finale Furioso dann nach fast sechs Stunden am Spitzenbrett als Rudis Gegner ein einzügiges Matt übersah, 6:2 - ein würdiger Schlußzug.
Fazit: Einsatz, Kampfeswillen und Spielfreude...ja sogar Spielwitz haben diesmal gestimmt.
Mit einem alles in allem wohl verdienten, aber vom Ergebnis her zu hohen Sieg haben wir eine Runde vor Schluß den Klassenerhalt geschafft und werden wieder in der Schwabenliga 1 übersommern. Dort erwarten uns dann in der neuen Saison große Aufgaben! Denn mit den fast sicheren Schwabenliga 2 -Aufsteigern Ichenhausen und Mindelheim, sowie den fast sicheren Regionalliga-Absteigern Klosterlechfeld und Türkheim können wir uns jetzt schon auf einige heiße Lokalderbys freuen.

1 SK Krumbach DWZ - SK Mering DWZ 6 - 2
1 1 Wild, Rudolf 2129 - 1 Krug, Norbert 2153 1 - 0
2 3 Jussupow, Nadia 2092 - 2 Neiß, Josef Martin 2016 ½ - ½
3 4 Lutz, Albert 2045 - 6 Gerhard, Alexander 1875 ½ - ½
4 5 Link, Ulrich, Dr. 1984 - 10 Rebitzer, Winfried 1930 0 - 1
5 6 Riedel, Lutz 1959 - 11 Essler, Richard 1880 1 - 0
6 7 Fischer, Ernst 1893 - 12 Stoll, Stefan 1750 1 - 0
7 8 Maurer, Rainer 1826 - 13 Strobl, Helmut 1766 1 - 0
8 9 Gulde, Josef 1774 - 17 Herz, Oskar 1675 1 - 0
Schnitt: 1962 - Schnitt: 1880  

Der aktuelle Stand in der Schwabenliga 1

B-Klasse 4. Runde in Krumbach

Gegen die Dritte der Landsberger hatten wir uns eigentlich etwas ausgerechnet,  auch um vorne mit am Ball zu bleiben. Das Match war aber ebenso eine Bewährungsprobe, denn wir traten ausschließlich mit den vier U 18-Spielern an.

Es fing auch sehr gut an: Max machte sehr bald Druck auf den rochierten schwarzen König, verleitete dadurch seinen sehr jungen Gegenspieler zu einem unglücklichen Figurenrückzug auf die Grundlinie und setzte dann – unterstützt von seiner Dame - bereits im 11. Zug sehenswert ein ersticktes Springer - Matt.  1:0 für uns !!  Benjamin´s Gegner ließ lange auf sich warten. Er hatte sich irgendwo verfahren und kam erst mit 40 Minuten Verspätung an. Dann aber legte der junge Mann eine ausgereifte Partie hin, in deren Mittelpunkt ein Freibauernvormarsch auf der d-Linie stand, gegen den kein Kraut gewachsen war. Nach Querverschiebung der vorgerückten Türme und mit Leichtfiguren-Unterstützung konnte dieses neue Talent der Landsberger sogar auf die Bauernumwandlung verzichten und vorzeitig mattsetzten !   Benjamin soll es ein Trost sein, dass er einfach auf einen sehr starken Gegner traf. Nach dem Zwischenstand von 1:1 sah es aber nach wie vor gut aus für uns. Johannes, mit einem Mehrbauern ausgestattet, hatte sich eine gute Druckstellung gegen die rückständige schwarze Entwicklung aufgebaut. Wolfram´s Partie sah rein optisch wegen der am Damenflügel schon weit vorgerückten Bauern gut aus. Dann verschenkte Wolfram´s Gegner aus irrationalen Überlegungen heraus seinen freien a-Bauern, tauschte den letzten Turm ab und bot dann einen Damenabtausch an, der seine eigenen Bauern einbetoniert und Wolfram zugleich eine Freibauernlinie beschert hätte. Lieber Wolfram sei mir nicht böse, aber was hat Dich da geritten, dass Du dieses Geschenk nicht angenommen hast ?  So kam der Kontrahent zu einem nicht ungefährlichen Gegenspiel, sodass das Remis-Angebot einfach angenommen werden musste.

Johannes hatte dann zunächst alles richtig gemacht, den Druck gegen den noch nicht rochierten schwarzen König noch gesteigert und dabei immer mit einer Springergabel gedroht, die zu einem Damenverlust geführt hätte. Sein Gegner steigerte sich dann unter langer Bedenkzeit jedoch, verteidigte gut und stellte dabei Johannes vor eine Entscheidung, die dieser dann unglücklich traf. So drehte sich nach Gegner´s Damenabtausch mit folgendem Figurengewinn das Blatt vollends und Johannes hätte dann eigentlich verlieren müssen. Doch auch sein Gegenüber wirkte dann nach zuletzt rund 4 Stunden Spielzeit sehr erschöpft und der Phantasie beraubt. So willigte er letztendlich in Johannes´ Remisangebot ein. Als eine schöne Geste zu vermerken ist, dass Anatol sich in der Endphase nicht nur selber mit einer Tafel Schokolade stärkte, sondern auch Johannes eine solche zuschob.

Etwas schade, dass unsere Jungs den möglichen vollen Punktgewinn  nicht umsetzen konnten. So wird es halt nichts mit einem Showdown um den B-Klassentitel in der letzten Runde gegen Mindelheim. Seien wir aber ehrlich, in der 3. Runde in Wehringen wurde uns ein halber Punkt zum dortigen Matchgewinn „geschenkt“.

 

1 SK Krumbach III DWZ - TSV Landsberg 1882 III DWZ 2 - 2
1 2 Lobermeier, Wolfram 1205 - 5 Boeck, Armin   ½ - ½
2 3 Salzgeber, Johannes 1157 - 6 Schedlbauer, Anatol 901 ½ - ½
3 4 Wagner, Benjamin 937 - 8 Johannssen, Paul   0 - 1
4 5 Wagner, Max 761 - 16 Weininger, Josef   1 - 0