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Im Nachhinein fühlt sich das Duell gegen Ichenhausen an wie ein Fußballspiel auf schwerem, nassen, rutschigen Geläuf, wo es dem Favoriten zu keiner Zeit gelingen mag, das höhere spielerische Niveau gewinnbringend zu kultivieren. Zwar erreichten wir fast durchwegs Stellungsvorteile aber zählbares sprang nur selten heraus. Gott sei Dank aber waren beide Teams nicht in der Lage, ihre Partien konsequent zu verwerten und so war‘s ein durch und durch fahriger Wettkampf bei dem letztlich, um bei der Analogie zum Fußball zu bleiben, nicht die individuellen Dribbelkünste, sondern irgendwelche Sonntagsschüsse, Abpraller oder Querschläger entscheidend werden sollten.

In der Schwabenliga I sind drei der sieben Runden absolviert, Weinachten und unsere Klubweihnachtsfeier nächsten Freitag stehen vor der Tür - das Schachjahr 2009 neigt sich spürbar dem Ende zu. Das scheint mir genau der richtige Moment für eine kleine Zwischenbilanz zu sein, die ich aus der Perspektive des Mannschaftsführers mit einem erfreuenden Blick auf die aktuelle Tabelle beginnen möchte und feststellen darf: Wir sind Herbstmeister – und das mitten im Winter.  

... wäre die kürzest mögliche Wiedergabe dessen, was sich am Sonntag in der SL1-Begegnung zwischen unserer aus der Regionalliga abgestiegenen Zweiten und den auf Aufstieg gedrillten Meringern abgespielt hat. Beide Teams traten in Stammbesetzung an und beide erachteten den Wettkampf als richtungsweisend, auch wenn es sich erst um die zweite Runde handelte und bis zum Saisonende noch viel Schweiß die Denkerstirn runter fließen wird. Angesichts der DWZ-Rangkings war es formal die Spitzenbegegnung der diesjährigen schwäbischen Mannschaftsmeisterschaft. Aber die DWZ ist nur eine Zahl und wir wissen dank Otto Rehagel: „Die Wahrheit liegt auf dem Brett“. 

Was für ein Spektakel! Nebenan die Erste in Bestbesetzung bei ihrem Bundesligaauftaktmatch gegen Saarbrücken und hier die Zweite, bei der noch nicht abzusehen war, wie sie nach dem Regionalligaabstieg in der SL I Fuß fassen würde. Oft genug werden Absteiger in der unteren Spielklasse durchgereicht, oder zumindest schwer gebeutelt. Wie auch immer, der Doppelwettkampf lieferte eine Menge überraschendes auf den 16 Brettern, viel Gesprächsstoff und - ganz entscheidend - 2 Siege für unsere Teams.


Adieu Bayern - hallo Schwaben. Krumbach II steigt nach einem Jahr aus der Regionalliga ab

... was aber bereits vor der Schlußrunde gegen die ebenfalls noch gefährdeten Gäste aus München Süd-Ost feststand. Insofern gings für die Heimacht aus der Kammelstadt nur darum, einen positiven Schlussimpuls unter das Abenteuer Regionalliga zu setzen. Die Gäste hingegen gingen auf Nummer sicher und traten erstmalig mit zwei GM an.