Eröffnungsfallen  

   
August 2021
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„Hochmut kommt vor dem Fall“ – der eigentlich erwartete Mannschaftssieg blieb aus.

Das Positive vorweg: Der erstmals in der dritten Mannschaft eingesetzte 10-jährige Aleksandr hat sich prima geschlagen. Diszipliniert und hoch konzentriert hat er sich frühzeitig einen Bauernvorteil verschafft, dann konsequent jedes Tauschangebot angenommen, so dass recht bald ein Endspiel mit je 1 Turm und 6:3 Bauernmehrheit zu Gunsten von Aleks entstand. Ein bisschen geschludert schien die Partie dann dennoch in ein Remis zu kippen. Aber unter leichter Mithilfe des Kontrahenten konnte Aleks dann die Türme tauschen und letztendlich unter geschickten Königszügen den letzten auf dem Brett stehenden Bauern zur Dame umwandeln. Das Abdrängen des gegnerischen Königs muss noch ein wenig geübt werden, es hat dann aber doch geklappt und zum Matt geführt ! Voller Punkt für unsere Jungs.

Benjamin an Brett 3 führte zunächst eine ausgeglichene Partie, tauschte Leichtfiguren und Dame ab, büßte dann aber die Qualität ein. Von da weg waren seine Aktionen etwas unglücklich, so dass er vorzeitig zum 0:1 unserer Dritten aufgeben musste. Durch den nachfolgenden Sieg von Aleks mit Zwischenstand 1:1 war aber noch alles offen.

Johannes an Brett 2 büßte zwar recht bald einen Bauern ein, kam aber Dank seiner guten Figurenentwicklung nach und nach in Stellungsvorteil. Ein Figurengewinn brachte ihn dann auf die Siegerstraße. Mit einem vorgepreschten, gut abgedeckten Freibauern im Rücken stand er dann so überlegen, dass sich sein Gegenüber zur Aufgabe gezwungen sah. Damit 2:1 für uns, das Tor zum Mannschaftssieg war weit geöffnet !

Wolfram an Brett 1 hatte es mit einem älteren Routinier mit höherer DWZ zu tun, vor dessen Gewitztheit ich ihn vor Spielbeginn eigentlich noch warnen wollte, …. ja wenn dazu die zeitliche Gelegenheit gewesen wäre.  Werner´s Durchbruch auf der b-Linie mit dem verbliebenen Turm, hinten abgedeckt durch die Dame, hatte Wolfram zunächst wunderbar durch das Dazwischenstellen eines gedeckten Springers kompensiert, der Turm war plötzlich isoliert. Dies wäre für unser Brett 1 mit einem Vorteil von 2 Bauern die einmalige Gelegenheit gewesen ein Remis anzubieten, und damit den Mannschaftssieg perfekt zu machen ! Der Gegner hätte wohl nichts dagegen einwenden können. Doch nein, Wolfram wollte nach späterer eigener Aussage kein Remis, sondern den Sieg. In einer Folge von mehreren unglücklichen Zügen ließ er dann des Gegner´s Turm wieder freien Lauf, der folglich auf der Grundlinie Schach bieten konnte und so Wolfram´s König zweizügig in ein Matt durch Läufer und Dame abdrängte. Der Endstand also nur 2:2.

Sehr schade, mit einem Sieg hätte sich unsere junge Dritte nicht nur zweifelsfrei die vorläufige Tabellenführung erobert, sondern sich auch die Chance um ein Mitmischen um die B-Klassen-Meisterschaft erhalten.  

 

  SK Krumbach III DWZ - Schachfreunde Wehringen II DWZ 2 - 2
1 4 Lobermeier, Wolfram 1208 - 1 Riess, Werner 1368 0 - 1
2 5 Salzgeber, Johannes 1131 - 5 Scheider, Xaver 868 1 - 0
3 6 Wagner, Benjamin 976 - 7 Pimpl, Felix 851 0 - 1
4 10 Azatov, Aleksandr   - 10 Pimpl, Maurits   1 - 0
Schnitt: 1105 - Schnitt: 1029  


 

 

19.01.2020    Unsere Erste gewinnt 5:3 bei den Schachfreunden in Bad Grönenbach !

  SF Bad Grönenbach DWZ - SK Krumbach I DWZ 3 - 5
1 1 Rinderle, Matthias, Dr. 2003 - 1 Wild, Rudolf 2149 - - +
2 2 Schiegg, Peter 1952 - 3 Jussupow, Nadja 2118 1 - 0
3 4 Walz, Robert 1897 - 4 Lutz, Albert 2017 0 - 1
4 5 Zimmermann, Jens 1861 - 5 Link, Ulrich, Dr. 1937 0 - 1
5 6 Wilhelm, Andreas 1855 - 6 Fischer, Ernst 1922 1 - 0
6 7 Beckert, Armin 1750 - 7 Riedel, Lutz 1946 0 - 1
7 8 Thielke, Pascal 1736 - 9 Maurer, Rainer 1857 ½ - ½
8 9 Schrinner, Stefan 1760 - 11 Gulde, Josef 1726 ½ - ½
Schnitt: 1851 - Schnitt: 1959  

 

Dramatischer konnte der Wettkampf zwischen Krumbach 2 und Klosterlechfeld 2 am Abend des 11.1.2020 in Klosterlechfeld gar nicht enden. Die Krumbacher kämpften an allen acht Brettern und rungen um jeden halben Punkt.

Unser Eugen an Brett 4, der zwar von Beginn an schlecht stand weil er die Wichtigkeit der Rochade scheinbar nicht kennt, brachte uns frühzeitig in Führung durch einen glücklichen Mattangriff mit Springer und Dame auf h2. (Stand 1:0)

Hermann an Brett 3 entwickelte sein Spiel sehr solide, rochierte lang und griff konsequent am Königsflügel an. Er öffnete dann zielstrebig die g-Linie und brachte so den gegnerischen König zu Fall. (Stand 2:0)

Am 5. Brett spielte Johann seinen Lieblingsläufer nach c4 , wo er die schöne Linie A2-G8 bis ins Endspiel behauptete. Im Endspiel jedoch standen sich jeweils Turm + Springer + 3 Bauern gegenüber, wobei Johann einen isolierten Freibauer aber einen abgeschlagenen König besaß.  Die Parteien einigten sich auf Remis und es stand nach ca. 3 Stunden 2,5 : 0,5 für uns.

Wolfram, Brett 8, entwickelte sich als Spieler der schwarzen Steine sehr solide und schaffte sich einen starken Schutzwall im Zentrum. Leider übersah er einen größeren Schlagabtausch bei dem er die Qualität einbüste. Sein Gegner spielte ab diesem Zeitpunkt seinen Vorteil konsequent aus und gewann sicher. (Stand 2,5 : 1,5) Unser Vorsprung verringerte sich.

Michael an Brett 1 verstärkte die Zweite und spielte ein solides Damengambit. Über lange Zeit stand die Partie sehr ausgeglichen. Einen Figurengewinn erzielte er schließlich durch ein taktisches Figurenopfer seines Gegners und es stand 3,5 : 1,5.

Am 6. Brett stand  Georg von Beginn an sehr gedrückt. Der Partieverlauf ähnelte einem Dauerbeschuss seines Gegners und nach etwa 4 Stunden musste Georg die Segel streichen. (Stand 3,5:2,5)

Jens, Brett 2, startete sein Spiel energisch und entwickelte sich planmäßig. Sein Gegner ermöglichte ihm ein Läuferopfer auf f2, welches dieser nicht ablehnen konnte.  Danach verfolgte er seinen Siegeszug jedoch nicht konsequent und kam so in Nachteil – Läufer gegen einen Bauern. Der Kampfgeist war aber geweckt, denn uns fehlte schliesslich noch ein halber Punkt zum Mannschaftserfolg und Eckhards Gegner wollte bei einem ausgeglichenen Turmendspiel nicht um’s Verrecken ins Remis einwilligen. Jens überlistete seinen Gegner, gewann so nahezu alle Bauern und mit T+S gegen T+3 Bauern konnte der Weiße nicht mehr gewinnen – Remis.  (Stand 4:3)

Nun spielte also noch Eckhard an Brett 7. Ein solider Bauernwall im Zentrum verschaffte Ihm von Beginn an einen sicheren Spielaufbau. Sein Gegner schaffte es jedoch mit einem raffinierten Springeropfer im Zentrum einen beachtenswerten Materialvorteil zu erlangen und Eckhard war so zur Umdisponierung seiner Figuren vom Königs- zum Damenflügel genötigt. Er brachte die Situation unter Kontrolle, erwarb Gegenspiel und konnte so die beiden Minusbauern rasch wieder zurückgewinnen. Eckhard und bot seinem Gegner mehrmals Remis, drei Mal lehnte sein Gegner ab, willigte letztendlich jedoch ins Unentschieden ein.

Der Endstand also 4,5 : 3,5  für die Krumbacher !

 

  SK Klosterlechfeld II DWZ - SK Krumbach II DWZ 3½ - 4½
1 1 Koelbl, Wolfgang 1816 - 1 Gayer, Michael 1993 0 - 1
2 2 Milling, Manuel 1728 - 2 Seidl, Jens 1803 ½ - ½
3 3 Hoffmann, Stefan 1663 - 3 Reif, Hermann 1907 0 - 1
4 4 Jahn, Manuel 1770 - 5 Schaumann, Eugen 1617 0 - 1
5 5 Nebel, Joshua 1549 - 6 Fischer, Johann 1546 ½ - ½
6 6 Kaspar, Florian 1674 - 7 Eppler, Georg 1571 1 - 0
7 7 Lehmann, Erik 1564 - 11 Reincke, Eckhard 1485 ½ - ½
8 8 Fischer, Anton 1467 - 12 Lobermeier, Wolfram 1208 1 - 0
Schnitt: 1653 - Schnitt: 1641  


 

 

Gegen die in etwa gleich starken Meringer konnten wir durch das 5:3 wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren.

Nadja konnte in einer zunächst ausgeglichenen Stellung Druck aufbauen, dem der Gegner auf die Dauer nicht mehr standhielt. Ihre Vorteile verwerten und volle Punkte einfahren konnten auch Ernst, Uli und Josef. Weil Rainer dann diese Siegesfolge durch ein Remis ergänzt hatte, kamen die Meringer mit ihren Gewinnpartien an Brett 1 und 3 nicht mehr an ein Unentschieden heran. Lutz' Partie war aber dann noch lange nicht beendet. Nach einem zweifelhaften Figurentausch hatte Lutz im Endspiel mit Turm und Leichtfigur zwar die alleinigen Siegchancen. Das Remis nach langem Kampf stellte aber dann schlielich das 5:3 als Endergebnis sicher.

 

 

  SK Krumbach DWZ - SK Mering DWZ 5 - 3
1 1 Wild, Rudolf 2149 - 1 Krug, Norbert 2088 0 - 1
2 3 Jussupow, Nadia 2118 - 2 Neiß, Josef Martin 1987 1 - 0
3 4 Lutz, Albert 2017 - 3 Kürschner, Ernst Michael 1966 0 - 1
4 5 Link, Ulrich, Dr. 1937 - 4 Haubrich, Michael 1906 1 - 0
5 6 Fischer, Ernst 1922 - 5 Rebitzer, Winfried 1944 1 - 0
6 7 Riedel, Lutz 1946 - 6 Gerhard, Alexander 1877 ½ - ½
7 9 Maurer, Rainer 1857 - 7 Essler, Richard 1886 ½ - ½
8 11 Gulde, Josef 1726 - 8 Stoll, Stefan 1802 1 - 0
Schnitt: 1959 - Schnitt: 1932  

 

Krumbach III- Klosterlechfeld III  1,5 :2,5

Diesmal hat´s geklappt, die Dritte trat ausschließlich mit Jugendspielern an, wie für diese Spielsaison zumindest bei den Heimspielen auch angestrebt. Klar, gegen Klosterlechfeld III - die Seniorenmannschaft der Lechfelder – war es die Devise ein Achtungsergebnis zu erzielen. Mehr war im Vorfeld gegen diese Routiniers nicht zu erwarten. Allerdings bestand dann zu Spielbeginn doch die leise Hoffnung auf eine Punkteteilung, da der Gegner nicht in seiner Stammbesetzung erschienen war.

Elias als unser Jüngster legte konzentriert los, tauschte bald zwei Leichtfiguren und die Dame und kam mit Bauernvorsprung ins Mittelspiel. Da waren die Fortsetzungen dann leider etwas unglücklich, die Folge war Figurenverlust und Rückgabe des Mehrbauern. Dieser Nachteil war nicht mehr aufzuholen und Elias verlor letztendlich durch ein nicht abdeckbares Grundlinien-Matt mit Turm.

Benjamin saß einem Routinier gegenüber, der bekannter Weise auch gerne wortgewaltig auftritt. War es das, oder war es die fehlende Spielpraxis ?  Benjamin hatte auf jeden Fall zu keiner Zeit der Partie einen Vorteil, verlor Bauer um Bauer und dann eine Figur. Sein Konter fiel dann leider zu brav aus, so dass er auf der Königsseite immer mehr eingeschnürt und zuletzt Matt gesetzt wurde. Die schlussendliche Belehrung seines Kontrahenten, beizeiten aufzugeben um den Gegner nicht zu beleidigen, hätte sich dieser durchaus schenken können. Zwischenstand 0:2.

Wolfram an Brett 1 mit Schwarz geriet bald in Bauernrückstand und tat sich elend lang schwer auf der Königsseite seine Figuren zu entwickeln, geschweige denn zu rochieren. Dann aber ein suboptimaler Bauernvortrieb von Routinier Starkmann auf der a-Linie anstelle Abtausch auf der b-Linie, der es Wolfram ermöglichte seinen verbliebenen Springer wieder auf das beherrschende Feld c5 zurück zu setzen. Das war dann wohl der Knackpunkt, denn irgendwann stellte Weiß eine Qualität ein und wollte dann nicht mehr.  Wolfram war völlig überraschend der Sieger !

Johannes spielt ja gewohnt sehr bedächtig. Sein Gegenüber Doc Jung schlägt ihn in dieser Eigenart aber um Längen. So entstand eine äußerst kuriose Endspielstellung, bei der Johannes - mit drei Bauern im Rückstand und vom Gegner vielleicht schon etwas eingeschläfert - auch noch einen weiteren Bauern und die Qualität verlor und trotzdem nicht hoffnungslos da stand. Es war wohl der schon vorgerückten Stunde zu schulden, dass zum einen Dr. Jung ungünstig seinen König an die Spitze seiner mit Bauern ummantelten Schwerfigurenarmee setzte und zum anderen Johannes diese Situation nicht zu einem gefährlichen, vielleicht sogar siegbringenden Konter ausnutzte. Der figürlich haushoch überlegene, aber etwas in Zeitnot geratene Kontrahent sprach dann das erlösende Remis-Angebot aus und der Wettkampf war damit plötzlich beendet.

Nur knapp gegen eine Mannschaft verloren zu haben, die uns letzte Saison mit 4 : 0 abgezockt hat, das geht für unsere Jugend voll in Ordnung.

 

  SK Krumbach III DWZ - SK Klosterlechfeld III DWZ 1½ - 2½
1 4 Lobermeier, Wolfram 1208 - 1 Starkmann, Josef 1362 1 - 0
2 5 Salzgeber, Johannes 1131 - 3 Jung, Rolf, Dr. 1276 ½ - ½
3 6 Wagner, Benjamin 976 - 20 Breitwieser, Wilhelm 1350 0 - 1
4 8 Salzgeber, Elias   - 35 Hartl, Gregor   0 - 1
Schnitt: 1105 - Schnitt: 1329