Vierte siegt gegen Schwabmünchen II und rehabilitiert auch die Dritte
Geschrieben von: Stefan Singl
Sonntag, den 28. Februar 2010 um 22:03 Uhr
Die Revanche ist geglückt. Ja, da war noch eine Rechnung offen aus der Kreisklasse. Nach der Watschn durch Schwabmünchen I bekamen wir schon nach dem Ausfüllen des Spielberichtsbogens die Frage, warum wir nach der Pleite der Dritten hier so geschwächt antreten.
Ich fand unser Aufstellung gar nicht so schlecht. Aber es ging nicht gut für uns los. Andy fand zunächst einen nur scheinbar gedeckten Bauern zum rauben, hätte sich aber einfach nach dem Gewinn zurückziehen sollen um neue Pläne zu schmieden. Sein Gegner lockte ihn aber und er durfte dann 4 Züge später aufgeben.Tobias spielte schnell und sicher und hatte Dominanz im Zentrum erarbeitet - übersah aber leider die Möglichkeit den a-Bauer des Gegners einfach zu nehmen und den Vorteil damit auszubauen, so kam es zu einem Endspiel mit je 2 Türmen und er bekam dann das entsprechende Remisangebot, welches unser Mannschaftsführer dann auch genehmigte.Mittlerweile hatte Eckhards Gegner eine Leichtfigur gegen einen Bauern und wenig Initiative geopfert, sodas sich Eckhard wieder sortieren konnte und eine Stunde und wenige Züge später sah auch sein Gegner die Aussichtslosigkeit der Bemühungen ein.
Mit Schwarz sah sich Franz im Szilianer einem zähem Angriff des Läufers auf den rochierten König g8 gegenüber. Den Vorstoß des f-Baurern, unterstützt von Dame Turm und Springer, parierte er sicher und nach dem Gewinn eines Bauern sowie der freien d-Linie stand Schwarz anschließen recht komfortabel. Leider hat er versäumt, den auf f3 eingesperrten Turm mit dem Besetzen der 1. Reihe durch seinen Turm zu manifestieren, sodaß dieser ihn wieder befreien konnte. Der Kampf am Königsflügel und Bauern am Damenflügel und jeweilig 2 Türmen und einen Sack voll Bauern ging dann so ins Endspiel, nur Franz mit einem Mehrbauern. Den zweiten hätte er sich noch sichern können, aber so musste er mit einigen Tricks und Schläue seinem Gegner einen Turm abschwatzen und den einen Mehrbauern soweit nach vorn drücken. Und ein Bauer auf der 3. Reihe bedeutet ja meist eine Figur, so auch hier, sodaß es dann doch noch für den vollen Punkt reichte. So übernahmen wir mit 2,5 Punkten die Führung.Ein Blick auf Erichs Brett verriet einen Mehrbauern für Erich und 2 Doppelbauern des Gegners, was kombiniert mit meiner Stellung auf mehr als eine weitere Schmach durch Schwabmünchen schließen ließ. Erich kämpfte in der geschlossenen Stellung um jeden Zentimeter, aber ein Sieg war dann doch nicht mehr möglich. Gegen 21.50 Uhr willigte er ins Remis ein.Da stand mein voller Punkt schon fest, ein Sieg mit einem schönen Finale. Die Partie war sicher nicht immer auf dem höchsten Niveau, wie Fritz daheim verriet, aber spannend allemal und dass ich nach 27 Zügen schon 110 Minuten verbraucht hatte, ist allein schon bemerkenswert, da ich normalerweise faktisch nie in Zeitnot komme. Die beiden Armeen waren bis zum 20. Zug bis auf je einen Bauern und Springer noch komplett. Ich habe die Partie beigefügt (Die Onlineredaktion: Sorry, Partie ist noch nicht angefügt).
Somit kommen mit geschwellter Brust aus Schwabmünchen zurück, ein glattes sicheres 4-2 und ein wenig Rehabilitation für unsere Dritte.