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Ein seltenes Bild konnte am zurückliegenden Samstag bestaunt werden. Bei der Dritten waren 6 von den ersten 7 Spieler am Brett. Da auch das Brett 7 und 8 stark besetzt waren, kam die Dritte auf einen sensationellen DWZ Schnitt von 1778. Das liegt lange zurück, als die Dritte mit so starker Besetzung antreten konnte. Das war natürlich Pech für Bobingen II. Sie hatten sich mit den Nieberle Sisters und Franz Wildegger verstärkt. Doch das ungleiche Kräfteverhältnis ließ schnell die Dritte in Vorteil kommen.
Schon nach einer Stunde konnte Josef den ersten Punkt für Krumbach vermelden. Er hatte aus der Eröffnung heraus die Initiative übernommen, startete einen raumgreifendenen Angriff auf den Königsflügel, der soviel Schwung hatte, das er selbst am Damenflügel noch Raum- und Stellungsvorteil hatte. Dies konnte Alfred Bayer einfach nicht mehr verteidigen. Trotzdem, großer Respekt vor Alfred Bayer, der im fortgeschrittenen Alter sich immer noch seiner Mannschaft zur Verfügung stellt.
Leider zeigten sich nach einer Stunde auch schon die Problemkinder der Dritten. Johann und Georg hatten beide bereits einen Bauer weniger. Doch zu ihren Partien etwas später mehr.
Andy war als nächstes an der Reihe, einen ganzen Punkt zu vermelden. Er hatte die Eröffnung aktiver gespielt und positionellen Vorteil erlangt. Seine Bauernstruktur war einfach gesünder. Zudem hatte er für die Türme eine offene Linie. Die nutzte er auch um einzudringen und Bauern zu gewinnen. Und als das Bauernendspiel sicher gewonnen war, tauschte er alle Figuren ab. So spielt man konsequent.
Johann hatte mit Conny, die mit Abstand stärkste Gegnerin. Und diese spielte richtig stark. In der Eröffnung trachtete Johann nach taktischen Manövern, die Conny solide abwehrte und dabei sogar ihre Figuren in Position brachte. Diesen Entwicklungsvorsprung konnte sie gekonnt in Bauerngewinne umsetzen, und das obwohl Johann sich noch den einen und anderen taktischen Konter einfallen ließ, mit dem er schon manchen Genger auf's Kreuz gelegt hatte. Aber Conny ließ nichts mehr zu und beendete mit einer schönen Gabel das Match zu ihren Gunsten. Josef's Kommentar: gegen Conny zu spielen, das wäre selbst für ihn eine echte Herausforderung. Der Author dieser Zeilen hat das selbst schon am eigenen Leib erfahren und kann das voll bestätigen.
Unser zweites Sorgenkind war Georg Eppler. In einer taktisch geführten Partie griff er fleißig am Königsflügel an. Allerdings unternahm er nichts ernsthaftes gegen das starke Läuferpaar von Franz Wildegger. Letzeres dominierte einfach die Spielfläche so stark, dass Georg einen ganzen Turm verlor und schlußendlcih nach langer Gegenwehr die Niederlage nicht mehr abwehren konnte.
Aber an den anderen Brettern sah es einfach gut aus. Ernst hatte Bauern gewonnen. Daher musste Ingrid Rieß schon auf einen halben Punkt hoffen, aufgrund ungleichfarbener Läufer. Aber als sie jedoch - durch einen unglücklichen Turmzug - ihren Läufer selbst fesselte, konnte Ernst das für den entscheidenden Vorstoß nutzen. Der Punkt ging ganz an ihn.
Es ist schon eine Weile her, dass Michael für die Dritte im Einsatz war. Doch wenn man ihn am Brett sah, dann konnte man auch sehen, wie souverän er immer noch spielt. Schnell hatte er sich positionelle Vorteile in der Eröffnung erspielt. Und diese baute er konsequent aus, bis Stefan Herbasch nicht mehr dagegenhalten konnte.
Hermann hatte eine langsamere Gangart eingeschlagen. Denoch war es eine sehr solide. In der Eröffnung erhielt Manfred Panzer einen rückständigen Zentralbauern. Den belagerte Hermann so lange, bis der Überdruck zum Zusammenbruch der Stellung führte und Hermann den ganzen Punkt einstreichen konnte.
Ganz anders verlief die Partie von Eugen und Julia Nieberle. Letztere spielte die aktivere Eröffung und hatte gute Chancen ihr Aktivitätsplus in Stellungs- oder Bauernplus umzusetzen. Doch fehlte es ihr etwas an Mut. Und so machte sie ein paar unnötige Verteidigungszüge, die Eugen erlaubten, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Schlußendlich entscheidend war, dass Julia zuviel Zeit verbrauchte. In Zeitknappheit machte sie den entscheidenden Patzer, den Eugen für einen Turmgewinn nutzen konnte. Hätte sie sich etwas mehr getraut, die Gespenster, die es nicht gab, ignoriert, ihre Züge daher etwas schneller gezogen und mehr Mut zum Angriff gezeigt, so hätte sie hier durchaus gewinnen können.
Fazit: Aufgrund der sehr starken Austellung der Dritten, die sich auch im Spielverlauf widerspiegelte, war der Sieg auch in seiner Höhe angemessen.
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DWZ |
ELO |
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DWZ |
ELO |
| Brett |
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SK Krumbach III |
1778 |
1993 |
6 - 2 |
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SK Bobingen II |
1500 |
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| 1 |
1 |
Gayer, Michael |
1984 |
2083 |
1 - 0 |
1 |
Herbasch, Stefan |
1413 |
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| 2 |
3 |
Fischer, Ernst |
1856 |
|
1 - 0 |
2 |
Rieß, Ingrid |
1654 |
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| 3 |
4 |
Gulde, Josef |
1853 |
2029 |
1 - 0 |
3 |
Bayer, Alfred |
1632 |
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| 4 |
5 |
Dr. Wagner, Andreas |
1795 |
|
1 - 0 |
5 |
Heger, Hans |
1414 |
|
| 5 |
6 |
Reif, Hermann |
1815 |
|
1 - 0 |
7 |
Panzer, Manfred |
1246 |
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| 6 |
7 |
Fischer, Johann |
1644 |
|
0 - 1 |
9 |
Nieberle, Cornelia |
1728 |
1721 |
| 7 |
9 |
Schaumann, Eugen |
1723 |
1867 |
1 - 0 |
10 |
Nieberle, Julia |
1596 |
|
| 8 |
12 |
Eppler, Georg |
1557 |
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0 - 1 |
11 |
Wildegger, Franz |
1316 |
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