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Um ein Haar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rainer Maurer   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 00:00 Uhr

...lautete die Überschrift bereits letztes Jahr bei unserem Wettkampf beim SC Haar im Münchner Osten, und erneut punkteten wir um ein Haar, nur war das Haar diesmal sogar noch viel dünner, eigentlich ein seidener Faden ...

Während die sympathischen Gastgeber (vielen Dank auch nochmal für das ausgiebige und hervorragende Catering durch Familie Schmid(t)!) auf ihren Spitzenspieler verzichten mussten, fehlte bei uns Jörg (er musste in der 1. aushelfen) und wurde durch Ernst vertreten. Nach vorsichtigem Beginn mit den üblichen weißen Anzugsvorteilen legte dann Hermann als Erster den Schalter um, und kam in einer Grand Prix Attack, nachdem ihm sein Gegner die f-Linie öffnete, mit einem schönen Qualitätsopfer auf f6 zu einem vehementen Königsangriff. Auch bei Rainer verschärfte sich die Stellung zusehends, als sein Gegner auf f2 einen Springer opferte. Nach etwas mehr als zwei Stunden, dann das erste Resultat an Brett 6. In einem c3-Sizilianer war nicht viel los, und nachdem sich Josef und sein Gegner schliesslich darüber einig waren, wer wie oft die Züge wiederholt hatte, einigten sie sich noch vor dem 20. Zug auf Remis.

Gleich darauf dann Aufregung an Brett 7, Punkt für uns, oder ? Hermann fand zwar das spektakuläre und korrekte 19.Sxh7, doch nicht das forcierte Matt und willigte leider in ein Dauerschach ein, schade - eine Unvollendete! Die nächsten Entscheidungen fielen dann nach über drei Stunden an den Spitzenbrettern. Uli stand zwar etwas schlechter, aber der entscheidende Fehler unterlief ihm in hochgradiger Zeitnot wohl erst im Turmendspiel mit dem Manöver Ta5 und Kc4. Der gegnerische b-Bauer war dann nicht mehr zu stoppen. An Brett 1 hatte Alberts Gegner in einem Schottischen Vierspringerspiel zwar das Läuferpaar, dafür aber die schlechtere Bauernstruktur, was sich alles in allem die Waage hielt, schliesslich wickelten sie in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab und Shakehands zum Remis. Rainer hatte die Widerlegung des Opfers zwar am Brett gefunden, dabei aber viel Zeit verbraucht, und fand in Zeitnot nicht immer die beste Fortsetzung, erreichte jedoch dann mit der Zeitkontrolle eine klare Gewinnstellung und konnte zum Zwischenstand von 2,5-2,5 ausgleichen. Währenddessen hatte Lutz in einem Grünfeldinder eine vielversprechende Angriffsstellung erreicht, jedoch befanden sich er und sein Gegner bereits in schwerer Zeitnot. Gleichzeitig endeten dann die beiden Schwarz-Partien an 4 und 8 mit Remis. Sowohl bei Christian in einem Doppelläuferendspiel, als auch bei Ernst in einem Leichtfigurenendspiel Läufer gegen Springer war das Gleichgewicht während der gesamten Partie nie empfindlich gestört und die Remisbreite nie überschritten, so dass beim Stand von 3,5-3,5 die Entscheidung nun in dem Zeitnotdrama an Brett 3 fallen musste. Und hier strichelte und blitzte Lutz leider über den 40.Zug hinaus und ließ sich im 42.Zug zu einem unglücklichen Läuferschach verleiten, wonach sich Caissa leider zu unseren Ungunsten entschied...schade, aber um ein Haar ...;-)

Die Gastgeber beschreiben das Drama in ihrer Schilderung ähnlich inklusive des seidenen Fadens ... und hier sind auch Bilder vom Wettkampf zu sehen.

 
   DWZELO   DWZELO
Brett SC Haar I201520904,5 - 3,5 SK Krumbach II19512069
12Waelzel Helmut 2210 ½ - ½1Lutz Albert 21172191
23Lichtenstern Elmar 2150 1 - 02Link Dr. Ulrich20402101
34Heer Dr. Stephan2017 1 - 03Riedel Lutz 19672106
45Kania Andreas 20782162½ - ½4Fuchs Christian 19782033
56Raßl Bernhard 195021020 - 15Maurer Rainer 19522009
68Jachs Walter 1961 ½ - ½6Gulde Josef 18532009
712Schmidt Hans Christoph 1862 ½ - ½8Reif Hermann 18542032
813Niedergesaess Herbert 18892007½ - ½11Fischer Ernst 1843 
 
 
 
 

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