Oktober 2021
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Wehringen II : Krumbach III   1,5 : 2,5 am  26.01.2019

Es war schon ein eigenartiger Wettkampf im großzügigen hellen Ambiente der Schachfreunde Wehringen. Zwei der Partien würden es verdienen, in ein Lehrbuch mit dem Titel „Wie vergeige ich ein total gewonnenes Endspiel“ aufgenommen zu werden. Nachdem sich das allerdings zu Gegner`s Lasten mit einem vollen Punkt, bei uns aber nur mit einem halben Punkt auswirkte, wäre ein 2 : 2 das realistische Endergebnis gewesen. So kamen wir doch zu einem etwas glücklichen Mannschaftssieg gegen die Wehringer Zweite, die wie wir mit jeweils einem Oldie und drei Heranwachsenden aufgestellt war.

In der Partie an Brett 4 hatten sich die beiden Kontrahenten wohl stillschweigend vorgenommen, gegenseitig verspätete Weihnachtsgeschenke zu verteilen. So entwickelte sich ein vogelwilder aber nicht uninteressanter Spielverlauf mit Gewinnchancen für beide, bei dem Max dann allerdings „vergaß“, einen zur Umwandlung anstehenden weißen Bauern abzuholen. 1 : 0 für Wehringen.

Johannes an Brett 2 stand immer etwas besser, mit Druck gegen den kurzrochierten weißen König. Ein entscheidender Durchbruch war jedoch lange nicht absehbar. Dann aber half offenbar Gegner Felix mit, indem er die Dame vor den blanken König zog und so zum Fraß für einen Turm von Johannes präsentiert wurde. 1 :1 der Zwischenstand.

Wenn die Notation von Benjamin an Brett 3 wie aufgeschrieben stimmen sollte, ergab sich ein 34. Zug von Schwarz, der nur als totaler Blackout zu bewerten ist. Figürlich ohnehin schon haushoch überlegen, vergaß Schwarz das einzügige Matt mit der Dame auf a2, fraß anstelle dessen den letzten weißen Läufer und ließ sich  im Gegenzug vom noch verbliebenen weißen Turm auf der Grundlinie selbst mattsetzen!! Einfach unglaublich, 2 : 1 für uns.

 

An Brett 1 traf ich mit Franz Wildegger, dem Vereinsgründer und Vorstand der Schachfreunde Wehringen, auf einen alten Bekannten. Franz´ Devise lautete wohl auf Erzielung eines Remis, denn schon im 9. Zug bot er die Dame zum Tausch an. Das nahm ich gerne an, weil ich auf diese Weise ersatzlos den C-Bauern gewinnen konnte und so in Vorteil kam. Das Mittelspiel war ein hochkonzentriertes taktisches Geplänkel von beiden Seiten, das ich aber letztendlich mit zwei Mehrbauern in eine klare Gewinnstellung überführen konnte. Dann allerdings überfiel mich wieder mal das Phänomen einer persönlichen Unkonzentriertheit nach Vorteil, die der alte Fuchs Franz in seiner letzten Not voll ausnutzte. Nach mehreren Fehlzügen musste ich so in Zugzwang meinen Turm für Gegners letzten Bauern spucken, sodass mich Franz dann mit seinem verbliebenen Turm dauerhaft in Schach halten konnte. Nur Remis, aber letztendlich 2,5 : 1,5 für uns!

 

  SF Wehringen II DWZ - SK Krumbach III DWZ 1½ - 2½
1 1 Wildegger, Franz 1259 - 1 Reincke, Eckhard 1507 ½ - ½
2 9 Pimpl, Felix 866 - 3 Salzgeber, Johannes 1157 0 - 1
3 12 Wagner-Schultze, Ramon 910 - 4 Wagner, Benjamin 937 0 - 1
4 13 Faust, Niklas 916 - 5 Wagner, Max 761 1 - 0
Schnitt: 987 - Schnitt: 1090  


 

 

B-Klasse 2. Runde in Krumbach

 

Die Begegnung war das Aufeinandertreffen der 0:4 – „Loser“ aus der 1. Runde.

Nachdem die Gastmannschaft als reine Jugendtruppe zu erwarten war, wollten wir eigentlich ebenfalls nur mit Jugendlichen antreten. Dies ging dann aber doch nicht, weil Wolfram Lobermeier zuvor bereits in der Zweiten eingesetzt war (übrigens sehr erfolgreich!) und die noch Jüngeren aus dem Aufgebot am Spieltag in der U 12 – Schwäbische MM zu kämpfen hatten.

Sämtliche Eröffnungen wurden ganz gut behandelt. Herauszuheben ist, dass Benjamin als Nachziehender im „Spanier“ den von Weiß forcierten Abtausch im vierten Zug nicht mit dem b-Bauern, sondern dem d-Bauern nach c 6 vollzog.

An den Brettern 3 und 4 leisteten sich dann unsere Gegenüber im jeweils 6. Zug die ersten kleineren bis größeren Fehler. Hätte Lena Benjamin´s Mattdrohung durch Zurücknahme des zuvor „bauernfressenden“ Springers abgewehrt, wäre nach Damenabtausch eine wohl neutrale Partie entstanden. So aber kam Benjamin schon bald zu einem Figurengewinn. Im weiteren Verlauf wollte er ein schnelles Matt erzwingen und vergaß dabei zunächst, den gefährlichen Bauern auf f6 zu eliminieren. Zu seinem Glück fand die junge Dame dann aber nicht die besten Gegenzüge, so dass Benjamin zu einem fulminanten Angriff starten konnte, der bald zum Matt und damit zum 1:0 für uns führte !

Max machte keine Fehler, sondern überließ diese seinem Gegenüber. Sehr beeindruckend war sein Bauernzug mit Weiß auf d6, mit dem er die Springerstellung auf c7 festigte und dabei einen Qualitätsgewinn verschmähte. Der Gewinn der gegnerischen Dame ergab sich schier im Nebeneffekt. Sehenswert dann die Mattkombination, kreiert durch zwei Springer, einen Läufer und einen Bauern, wobei die Dame nur eine passive Zuschauerrolle inne hatte !    2:0 für uns, die halbe Miete war durch die Wagner-Brothers schon eingefahren !

Johannes´ Partie lief bis ins Mittelspiel ausgeglichen, ohne große Aufreger. Dann aber setzte er einen offensiven Springerzug, der auf den ersten Blick nach Figurenverlust aussah, bei näherer Betrachtung jedoch der „Dosenöffner“ der Partie war !  Allerdings fand Johannes mit Figurenüberzahl dann zunächst nicht die besten Züge. Hätte sein Gegner im 23. Zug den König nach vorn bewegt, wäre es nämlich zur Vermeidung eines Qualitätsverlustes des eingesperrten Turms zur Zugwiederholung und folglich zu einem Remis gekommen. Auch später kam es in der sehr lang hinausgezogenen Partie nochmals zu einer kritischen Situation, in der der etwas müde wirkende Lukas – falls ausgeschlafener – den Springer zurückgewinnen und dann mit Bauernmehrheit auf dem Damenflügel das Match nochmals sehr spannend hätte halten können. So aber fand Lukas keine Mittel mehr und gab zu später Stunde sichtlich erschöpft den Wettkampf auf. Johannes konnte so seinen Sieg zwar etwas glücklich, aber aufgrund der aktiveren Spielführung letztendlich nicht unverdient mit nach Hause nehmen.

Ich selber hatte es an Brett 1 mit dem Youngster der Gastmannschaft zu tun. Dieser Leon erinnerte mich stark an ein ähnliches Talent als Gegenüber vor zig Jahren, das es dann später bis in die Oberliga schaffte. Ein bisschen Hans-guck-in-die-Luft, scheinbar abgelenkt vom Umfeld, um dann ansatzlos überraschende Züge auf das Brett zu zaubern. Der Junge hat mich damit so gefordert, dass ich zunächst keine echte Angriffsidee finden konnte. Vielleicht ein bisschen im Triumphgefühl überzog dann aber Leon und verlor einen wichtigen Bauern. Trotzdem musste ich höllisch aufpassen und im 21. Zug mit der eigentlich schon abgehakten Rochade erst die einzig richtige Entscheidung finden. Die Sequenz von Weiß, mit Figurenopfer zum Qualitätsgewinn, verfehlte damit die volle Wirkung. In vollkommen unterlegener Figurenstellung hatte Leon dann noch die pfiffige Idee, seine Dame für ein verstecktes Matt auf meine Grundlinie zu setzen. Zum Glück hatte ich aber einen guten Tag erwischt, das Manöver durchschaut und letztendlich einen Gegenangriff gestartet, der Leon dann zur Aufgabe bewegte.

Unser Sieg fiel mit 4:0 etwas zu hoch aus. Nichtsdestotrotz ist der Gewinn für unsere Jugendlichen sicher Motivation, weiter so konzentriert und kreativ wie diesmal aufzutreten und als Mannschaft erfolgreich in der B-Klasse mitzumischen.

 

SK Krumbach III

DWZ

SK Türkheim / Bad Wö. II

DWZ

 

4 - 0

 

Reincke Eckhard

1507

Wagner Leon

900

1 - 0

Salzgeber Johannes

1157

Lux Lukas

849

1 - 0

Wagner Benjamin

937

Bader Lena

864

1 - 0

Wagner Max

761

Musikant Moritz

774

1 - 0

Schnitt:

1090

Schnitt

846

 

 

 

 


Eckhard Reincke, Johannes Salzgeber, Benjamin Wagner und Max Wagner

A-Klasse: Schachfreunde Wehringen - SK Krumbach III     1 : 5

Zum Abschluss der Saison trat die 3. Mannschaft auswärts bei den Schachfreunden Wehringen an - mit einer sehr guten Saisonleistung im Rücken ein schwerer Gegner. Eckhard bedauerte das bei Wehringen Jakob Lepp fehlte gegen den er gerne gespielt hätte, für unsere ebenfalls ersatzgeschwächte Mannschaft konnte das vielleicht ein Vorteil sein. Wolfram an Brett 4 eröffnete sehr offensiv und bedrohte mit dem schwarzen Läufer und Springer den Königsflügel. Nach der Eröffnung  hatte er seine Figuren besser positioniert. Veronika an Brett 6 hatte leider nach solider Eröffnung einen Springer eingestellt. Ralf konnte schon in der Eröffnung Karl Hümpfner einen Bauern abluchsen. Rupert an Brett 5 griff mit den Bauern vor dem rochierten König unterstützt von 2 Türmen den Königsflügel an. Er verlor zwar dabei einen Bauern aber zwei isolierte Doppelbauern auf der g-Linie mussten nur noch abgeholt werden. Eckhard spielte gegen Franz Wildegger an Brett 1 mit einer englische Eröffnung. Beim Abtausch von 4 Figuren konnte  Eckhard seine Bauern immer besser positionieren. Franz Wildegger musste bald König, Dame und Springer für die Blockade von 2 Freibauern einsetzen. In meinem Spiel gegen Werner Riess nutzte ich die Möglichkeit den nach Bauernangriff auf Läufer und Springer unzureichend gedeckten d-Bauern zu schlagen. Ein darauf folgender Damentausch - angeboten um den e-Bauern zu retten verhalf mir meine Figuren sehr gut zu entwickeln.

Landsberg II : Krumbach III   5,5 : 0,5  am  30.04.2016
Nachdem Mannschaftsführer Franz Brosch nicht abkömmlich war und somit an Brett 3 fehlte, konnte das Ziel nur sein, mit Anstrengung (und ein bisschen Dusel)  ein 3:3 herauszuholen. Damit wurde es leider ganz und gar nichts.
Wolfram an 4 hatte das Pech, mit Franz Sicker einen aufgebufften Routinier gegenüber zu haben, der ihm recht bald die Dame einsperrte und damit die Partie vorzeitig entschied. Ralf an 2, bisher immer ein Punktegarant, erlebte recht früh einen giftigen Springereinschlag auf  f 7 vor dem noch nicht  rochierten König, der sein Konzept   so durcheinander wirbelte, das er bald aufgeben musste. 0:2 schon nach Stunden-frist sah nicht gut aus für uns. Dennoch: Wir konnten uns aber noch Hoffnungen machen, weil in den anderen Partien alles noch offen war.