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Wehringen II : Krumbach III   1,5 : 2,5 am  26.01.2019

Es war schon ein eigenartiger Wettkampf im großzügigen hellen Ambiente der Schachfreunde Wehringen. Zwei der Partien würden es verdienen, in ein Lehrbuch mit dem Titel „Wie vergeige ich ein total gewonnenes Endspiel“ aufgenommen zu werden. Nachdem sich das allerdings zu Gegner`s Lasten mit einem vollen Punkt, bei uns aber nur mit einem halben Punkt auswirkte, wäre ein 2 : 2 das realistische Endergebnis gewesen. So kamen wir doch zu einem etwas glücklichen Mannschaftssieg gegen die Wehringer Zweite, die wie wir mit jeweils einem Oldie und drei Heranwachsenden aufgestellt war.

In der Partie an Brett 4 hatten sich die beiden Kontrahenten wohl stillschweigend vorgenommen, gegenseitig verspätete Weihnachtsgeschenke zu verteilen. So entwickelte sich ein vogelwilder aber nicht uninteressanter Spielverlauf mit Gewinnchancen für beide, bei dem Max dann allerdings „vergaß“, einen zur Umwandlung anstehenden weißen Bauern abzuholen. 1 : 0 für Wehringen.

Johannes an Brett 2 stand immer etwas besser, mit Druck gegen den kurzrochierten weißen König. Ein entscheidender Durchbruch war jedoch lange nicht absehbar. Dann aber half offenbar Gegner Felix mit, indem er die Dame vor den blanken König zog und so zum Fraß für einen Turm von Johannes präsentiert wurde. 1 :1 der Zwischenstand.

Wenn die Notation von Benjamin an Brett 3 wie aufgeschrieben stimmen sollte, ergab sich ein 34. Zug von Schwarz, der nur als totaler Blackout zu bewerten ist. Figürlich ohnehin schon haushoch überlegen, vergaß Schwarz das einzügige Matt mit der Dame auf a2, fraß anstelle dessen den letzten weißen Läufer und ließ sich  im Gegenzug vom noch verbliebenen weißen Turm auf der Grundlinie selbst mattsetzen!! Einfach unglaublich, 2 : 1 für uns.

 

An Brett 1 traf ich mit Franz Wildegger, dem Vereinsgründer und Vorstand der Schachfreunde Wehringen, auf einen alten Bekannten. Franz´ Devise lautete wohl auf Erzielung eines Remis, denn schon im 9. Zug bot er die Dame zum Tausch an. Das nahm ich gerne an, weil ich auf diese Weise ersatzlos den C-Bauern gewinnen konnte und so in Vorteil kam. Das Mittelspiel war ein hochkonzentriertes taktisches Geplänkel von beiden Seiten, das ich aber letztendlich mit zwei Mehrbauern in eine klare Gewinnstellung überführen konnte. Dann allerdings überfiel mich wieder mal das Phänomen einer persönlichen Unkonzentriertheit nach Vorteil, die der alte Fuchs Franz in seiner letzten Not voll ausnutzte. Nach mehreren Fehlzügen musste ich so in Zugzwang meinen Turm für Gegners letzten Bauern spucken, sodass mich Franz dann mit seinem verbliebenen Turm dauerhaft in Schach halten konnte. Nur Remis, aber letztendlich 2,5 : 1,5 für uns!

 

  SF Wehringen II DWZ - SK Krumbach III DWZ 1½ - 2½
1 1 Wildegger, Franz 1259 - 1 Reincke, Eckhard 1507 ½ - ½
2 9 Pimpl, Felix 866 - 3 Salzgeber, Johannes 1157 0 - 1
3 12 Wagner-Schultze, Ramon 910 - 4 Wagner, Benjamin 937 0 - 1
4 13 Faust, Niklas 916 - 5 Wagner, Max 761 1 - 0
Schnitt: 987 - Schnitt: 1090  


 

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